Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized

Verlust und Ernte

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Dem Meer einige Zentimeter an urbarem Land abzugewinnen mutet wie eine schwierige, undankbare Herausforderung an.

So schein mir jeder gewonnene  Zentimeter an Freiraum,  innerlich wie äußerlich, welchen in den vergangen Wochen, Monaten gewann.

Zentimeter, die so paradox es klingen mag, mit Rückschlägen, mit Verlusten verbunden sind.

Die Furcht vor Verlust, davor einem regelrechten Raubzug zum Opfer zu fallen, waren jedoch unüberwindbaren Hindernissen gleich.

Und vielleicht auch Ursache für das Ende der Äußerungen meiner  Befindlichkeit an diesem Ort.

Geschrieben von Tobias

5. Mai 2009 um 20:50

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1000’s of Dolls

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»Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.«
Rainer Maria Rilke

Island of Dolls @ Cakehead Loves Evil via Nerdcore

Geschrieben von Tobias

20. April 2009 um 20:08

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Life After People

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Auf morbide Weise faszinierend.


Life after People @ GoogleVideo via Nerdcore

Geschrieben von Tobias

11. April 2009 um 18:18

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Reflexion

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In wenigen Tagen endet das Jahr 2008, welches rückblickend betrachtet für mich sehr bewegend war, denn es ist das Jahr der ersten echten Liebe. Liebe, die bis zum heutigen Tag gedeiht.

Frühjahr

herzrasen2-plakatNach über zehn Jahren hielt ich wieder ein Zwischenzeugnis in meinen Händen. Die erste Hälfte der elften Klasse lag hinter mir, dem Ziel Abitur ein Stück näher.

Ric, den ich gerade einige Wochen kannte, knüpfte mit mir eine immer stärker werdende Beziehung.

Mein erster Einsatz im Rahmen der Schul-AG sollte mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Zusammen mit meinen Bruder besuchte ich Ostern meine Familie, die ich seit langer Zeit nicht gesehen hatte.

Anfang Mai verbrachte ich zwei Tage in Berlin um ein Versprechen einzulösen, dass ich einem Freund gegeben hatte.  Auch diesmal verpasste ich Gelegenheit dort eine alte Freundin zu treffen.

Und im Mai fand schließlich die Premiere des Films Herzrasen2 statt, für den sogar mein Bruder und Coco aus München angereist waren.

Sommer

skype_ric_1-1Den Sommer 2008 musste ich auf Ric verzichten.  Im Juni verreiste er in die Schweiz, eines Nebenjobs wegen. Nach einer einwöchigen Pause begann er ein zweimonatiges Praktikum in Paris.  Die daraus resultierende  Distanz suchten wir mit der Hilfe von Skype zu überbrücken.

Außerdem reiste ich im Juni zusammen mit Diana und ihrem Mitbewohner nach Scheeßel um drei Tage auf dem Hurricane Festival zu verbringen. The Chemical Brothers waren mein Höhepunkt des ersten Tages, The Foofighters der des zweiten Tages. Das Line-Up des dritten Tages bot mit Sigur Rós, The Notwist und selbstverständlich mit Radiohead für mein Geschmack am meisten. Aus heutiger Perspektive bedauere ich, dass keinerlei Fotografien von dem Festival existieren.

Die Sommerferien verflogen trotz der Abwesenheit von Ric unglaublich schnell, da ich sehr viel Zeit in meinen Nebenjob investierte – als kehrte ich einstweilen in mein altes Leben zurück.

Im August besuchte mich mein Bruder, der mit mir einen eintägigen Ausflug nach Berlin machte.

Gegen Ende des Sommers kehrte Ric zurück, endlich.

Herbst

wordle_facharbeitAnfang September musste dieses Blog umziehenMythopoeia wurde zu Mthyopoeia 2.0. Dieser Zwangsumzug führte leider auch die Modifikationen ad absurdum, die ich noch im August angestrengt hatte um die Performance zu verbessern und Probleme mit gängigen FeedReader auszumerken.

Das neue Schuljahr, der Eintritt in die Oberstufe, begann und ich musste mich an zahlreiche neue Lehrer und Kurskameraden gewöhnen. Anfänglich fiel mir das vor allem in dem Niveaufach Deutsch schwer.

Die Gewöhnungsphase dauerte länger als gedacht, denn das Niveau verlangte deutlich mehr Einsatz als in der E-Phase, so dass ich die Balance zwischen Nebenjob, Schule und Freizeit erst finden musste.

Die frei verfügbare Zeit wurde  in der heißen Klausurenphase – nach den Herbstferien- , die vier Wochen umfasste und vor allem wegen dem knapp bemessenen Semester extrem komprimiert war, noch mehr verringert.

Anschließend fertigte  ich meine Facharbeit mit dem Thema Aufbruch in die Moderne Literatur an.

Winter

Als Abgabetermin der Facharbeit war der 05. Dezember festgelegt. Bis zu diesem Tag stand ich noch unter hohen Arbeitsdruck. Allerdings war der Tag der Abgabe umso entspannender.

Meinen 29. Geburtstag „feierte“ ich 2008 nur in einem sehr kleinen Kreis.

Am Tag vor den Weihnachtsferien endet das erste Semester der Oberstufe mit der Ausgabe des Zwischenzeugnisses.

Mit dem erste Weihachtsfest im Kreise einer Familie neigte sich das Jahr 2008 dem Ende entgegen.

Filme

Ein Jahr, in dem ich zahlreich bewegende Filme entdeckte. Verpasst habe ich leider Otto; Or Up with Death People, den ich unbedingt sehen wollte.

Ich habe versucht in einer Liste von zehn Filmen, die für mich bewegend erschienen zusammen zustellen. Wahrlich kein leichtes Unterfangen.

  1. Walz With Bashir
  2. Requiem For A Dream
  3. Into The Wild
  4. Once
  5. XXY
  6. The Fountain
  7. Mystic River
  8. Control
  9. Das weisse Rauschen
  10. Requiem

Literatur

Während ich im weiterhin Proust las, gewann ich 2008  einen ersten Eindruck von Nabokov und Borges. Die Lektüre von House of Leaves beeindruckte mich nachhaltig, während ich Dank Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst einige für mich persönlich wichtige Erkenntnisse gewann. Auffällig ist die hohe Anzahl von Dramen: Pflichtlektüre für das Kolleg.

Der Suizid des Schriftstellers David Foster Wallence bewegte mich sehr.

Achtzehn Bücher habe ich im Laufe des Jahres gelesen:

  1. Das Haus – House of Leave
  2. Emilia Gallotti
  3. Das weiße Haus. Das graue Haus.
  4. Fahles Feuer (ausschließlich Marginalien)
  5. Ansichten eines Clowns
  6. Homo faber
  7. The war between the classes
  8. No one belongs here more than you
  9. Die Bibliothek von Babel
  10. Das Drama des begabten Kindes und die wahre Suche nach dem Selbst
  11. Alles ist erleuchtet
  12. Silbermond und Kupfermünze
  13. Iphigenie auf Tauris
  14. Die Ratten
  15. Brave New World
  16. Geschichten aus dem Wiener Wald
  17. Die Welt und die Hose
  18. The Catcher in the Rye
Musik

Neben dem im Vorjahr von Radiohead veröffentlichten Album In Rainbows und Með suð í eyrum við spilum endalaust von Sigur Rós entdeckte ich die Gerne Postrock und Shoegazing für mich. Bands wie Godspeed You! Black Emperor, Explosions in the Sky, The Album Leaf, Mono, Mogwai , Lights Out Asia, 65daysofstatic, Oceansize, Yndi Halda, Múm und The American Dollar begleiten mich während des Jahres. Allen voran aber This Will Destroy You, die mich mit Songs wie A Three-Legged Workhorse, Threads, Quiet und The World Is Our _____ begeisterten.

Oper, Theater und Ausstellungen

Die Ausstellung von Dani Karavan in Berlin und die Ausstellung Black 2 Black in Hannover beeindruckten mich besonders.  Ähnliches ist über die Inszenierung von Don Carlos und den Basseriden letzteres mit  unerträglichen Zwölftonmusik in der Staatsoper Hannover zu sagen.  Begeistert waren Ric und ich vor allem von der Inszenierung des Stücks Faust aus der Feder des Altmeisters Goethe am hiesigen Theater. Gemeinsam suchten unser Wissen über die großen Dramen und über die Bildende Kunst  zu vergrößern.

Geschrieben von Tobias

30. Dezember 2008 um 08:52

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Familienkreis

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Dieses Jahr werde ich Weihnachten im Kreise der Familie von Ric feiern.  In der Nähe von Bremen.

Geschrieben von Tobias

24. Dezember 2008 um 11:15

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Pyromanie?

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Eine Temperatur von bis zu tausendvierhundert Grad Celsius können Kerzenflammen erreichen.

pictogramme

Beware of your pockets!

Geschrieben von Tobias

24. Dezember 2008 um 00:13

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Post-Karten

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Eine Auswahl aus den Karten, mit denen ich dieses Jahr Frohe Weihnacht wünsche.  Liebevoll in Kooperation mit Ric erstellt.

postkarten

Geschrieben von Tobias

23. Dezember 2008 um 23:19

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1-Pentyl-3-Naphthoylindol

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Kürzlich scherzte ich über die neue Modedroge Spice.

Ein Pharmaunternehmen will nun eine Substanz entdeckt haben, die auf den selben Rezeptor im Gehirn wirke, wie der Cannabis Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, ein künstliches Cannabinoid.

Die „Nadel im Heuhaufen“ sei demnach gefunden.

Nicht nur im Hinblick auf den Unterrichtsstoff im kommenden Biologiesemester eine durchaus faszinierende Erkenntnis.

Wikipedia

Strukturformel von 1-pentyl-3-naphthoylindol. Quelle: Wikipedia

Geschrieben von Tobias

17. Dezember 2008 um 20:50

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Bemerkungen zur Facharbeit

mit 4 Kommentaren

Mit der Bewertung bin ich Facharbeit im Ergebnis sehr zufrieden. Folgende hilfreiche Hinweise habe ich erhalten:

  • missverständlicher Einsatz von Zitaten, z. B. wurde an einigen Stellen nicht klar, dass es sich in der Fußnote um einen Vergleich und nicht um in direktes Zitat handelte. Künftig sollte ich eher darauf achten, wie ich die Parameter an biblatex übergebe
  • biblatex habe ich nicht so eingestellt, dass die Fußnoten das ganze Dokument über fortlaufend, sondern fortlaufend gezählt werden
  • gelegentlich neige ich dazu Wortendungen auszulassen
  • das Fazit habe ich offenbar  zu hektisch getippt, inhaltlich aber überzeugend
  • die Relevanz von Erscheinungs- bzw. Verlagsorten in im Literaturverzeichnis war mir nicht bewusst.
  • meine Argumentation ist okay, könnte aber noch besser sein.  Manchmal erkläre ich nicht in der gewünschten Ausführlichkeit
  • die Einleitung ist nicht sehr gut gelungen. Für künftige derartige Arbeiten muss ich darauf mehr Wert legen.
  • geringe Abzüge wegen mehr als drei Seiten Länge.

Trotz all dieser Mängel, scheint der Inhalt meiner Arbeit überzeugt zu haben.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir nur sehr wenig Hilfestellung (die Vorgage eingeschlossen) für die Anfertigung dieser Arbeit erhielten, bin ich dennoch erleichtert, dass ich mit meinen Vorstellungen offenbar nur geringfügig den Anforderung abgewichen bin.

Künftige Arbeiten werde ich vor allem zeitlich noch effizienter zu planen versuchen.

Geschrieben von Tobias

13. Dezember 2008 um 20:25

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Das Frauenbild in Geschichten aus dem Wiener Wald

mit 2 Kommentaren

Erneut einige Notizen zu  Ödön von Horváths Stück Geschichten aus dem Wiener Wald:

Die  männlichen Figuren bringen  ihr extrem patriarchalisch abwertendes Frauenbild zum Ausdruck.  Frauen sind eine „Sphinx“ oder aber dumme „Luder“ (S.  48. Z. 18;  S. 45. Z. 45. Surkamp BasisBibliothek).

Die Rolle der Frau wird auf die der Dienstmagd, die der Haushälterin und die der Mutter beschränkt. Für die in dem Stück geschilderten Männer sind Frauen nichts weiter als Objekte.  Alfred erblickt Marianne zuerst im Schaufenster des Zauberladens, als sei sie ein zum Verkauf angebotenes Objekt (vgl. S. 24).

Marianne, die sich sehr nach einem Ausbruch zu sehnen scheint, überträgt ihren Wunsch nach Freiheit auf einen idealisierten Erlöser, jenem heroischen Mann, der sie aus ihrer Abhängigkeit von ihrem Vater retten soll.

Alfred, hin und wieder Betrüger, will und kann diese Rolle allerdings nicht erfüllen.

Doch für Marianne bleibt ihr Wunsch nach einem Retter unbewusst, so dass sie mit ihrem Gott hadert. Die Bezüge zum biblischen Hiob werden deutlich. Das Schicksal scheint aus ihrer Sicht Einfluss zu nehmen.

Geschrieben von Tobias

11. Dezember 2008 um 05:45

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