Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Donnie Darko

mit einem Kommentar

donnie_darkoMiddelsex, Vergina Ende der 1980er Jahre. Ein verstörter an Somnambulismus leidender Sechzehnjähriger (Jake Gyllenhaal) — Donnie Darko erwacht eines Morgens auf einem Golfplatz; während der Nacht wurde er von einem gruseligen, zweibeinigen Hasenwesen gerufen. Dieses offenbar imaginäre Wesen, das Donnie Frank (James Duval) nennt, warnt ihn vor dem bevorstehenden Untergang der Welt.

Währenddessen wird das Zimmer des Jungen von einer herabgestürzten, abgerissen Flugzeugturbine zerstört. Donnie, der sich seit geraumer Zeit in Therapie befindet, und von der Psychiaterin (Kathrine Rosuchs) mit starken Drogen wegen paranoider Schizophrenie behandelt wird, verschweigt seinen Eltern die Heimsuchungen durch Frank. Der Junge soll nach eigenen Angaben wegen Brandstiftung bereits auffällig geworden sein.

Recht unbeholfen geht Donnie eine Beziehung mit der traumatisierten neuen Mitschülerin Gretchen Ross (Jena Malone) ein, auf die auch die „Ratten“ der Schule ein Auge geworfen haben. Von seinem Physiklehrer (Noah Wyle) erhält Darko das ominöse Buch Die Philosophie des Zeitreisens, das von einer mittlerweile verwirrten alten Frau (Patience Cleveland) aus der Nachbarschaft geschrieben worden sei.

»Du bist kein Atheist,
Donnie. Du bist Agnostiker.«
— Dr. Lilian Thurman

Dieses Buch verbindet Donnie mit seinen Visionen und den Erscheinungen des imaginären Frank. Schließlich spitzen sich die Ereignisse zu: aus Vorahnungen werden Wirklichkeit, unglückliche Verkettungen nehmen ihre Lauf,  bis sich alles am Ende zusammen fügt.

Donnie Darko ist weitaus mehr als ein Genremix aus Science-Fiction und Mysterythriller.  Die vielen ironischen, gesellschaftskritischen Bezüge, die teilweise wie überzogene einer Groteseke gleich in den Film eingeflochten wurden, verleihen diesem Idependentfilm immer wieder neue Perspektiven.

Nach wenigen Minuten wird klar, dass der Film eher auf eine Katastrofe als auf einen Happy-End zusteuert, und dennoch bleibt für den Zuschauer spannend, wie sich das vermeintliche in der Luft liegende Unheil um den Protagonisten allmählich spinnt.

Regisseur Ricard Kelly fügt sein temporales Verwirrspiel auf ähnliche Weise zusammen, wie Aronofsky in The Fountain. Die Pole  Zeit und Tod bilden die selbe Grundlage für das Thema der beiden Filme, wenngleich sich in ihrer Erzählweise jedoch grundlegend unterscheiden.

Dieses Gedankenspiel dient in beiden Filmen nur als Grundlage für weitere, damit in Verbindung stehende Fragen, so dass ein flaches im Science-Fiction bereits ausführlich ausgetretenes Was-Wäre-Wenn-Spiel nicht maßgeblich für die Handlung ist — im Gegensatz zu Butterfly Effect.

Donnie Dark erzählt die „28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden“, die nach Franks Prophzeihung bis zum Untergang verbleiben,  in unterschiedlicher Geschwindigkeit, als treibe er ein Spiel mit dem Zuschauer. Es ist zum Großteil dieses Spiel, das den Film über die 128 Minuten des Director Cuts hin durchweg faszinierend macht.

Geschrieben von Tobias

4. Juli 2009 um 09:28

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Eine Antwort

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  1. [...] Ort nutzten wir die Gelegenheit Rics Maske fertig zu stellen. Nach dem Vorbild der in Donnie Darko auftauchenden Figur „Frank“ und auf ähnliche Weise wie im Netz beschrieben, hatten wir [...]

    Halloween « Mythopoeia 2.0

    2. November 2009 um 19:41


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