Vorfreude
Am 24. August 2009 erscheint die deutsche Übersetzung von Infinite Jest, dem monumentalen Werk von David Foster Wallace.
Markus berichtete unlängst über den Kampf, den Ulrich Blumenbach auszufechten hatte, um das Buch für alle diejenigen zugänglich, denen die Originalausgabe überfordern dürfte.
Dabei verlinkte er eine äußert interessantes Interview, welches im Deutschlandfunk über den Äther ging.
Als ich einen Artikel für die Schülerzeitung des Kollegs, in dem ich die Sammlung In alter Vertrautheit thematisierte, vorlegte, erinnerte sich die Lehrerin an das hier referenzierte Interview.
Und ja: der Ausdruck Hyperrealismus fällt mehrfach. Außerdem stellt er interessante Bezüge zu David Lynch her. Und James Joyces Bewusstseinstromstechnik.
Erstaunlich aber, dass die relativ lange und sicher schwierige Übersetzungszeit unglaublich schlecht entlohnt wird.
Angesichts des durchaus sympatischen Übersetzers, freue ich mich schon auf den 24. August.














Deine Vorfreude auf die Foster-Übersetzung von Ulrich Blumenbach kann ich gut nachvollziehen und über Deine Anerkennung für die Übersetzungsleistung, bzw. das Verständnis für die Schwierigkeit, so eine Mammutübersetzung zu stemmen, freue ich mich besonders.
Markus
15. Juni 2009 um 22:06
Ich denke es gibt in der Schwierigkeit der Übersetzung sicherlich Unterschiede, die von den Leser übersetzter Literatur sehr häufig übersehen wird. Und selbstverständlich ist Wallace experimenteller Stil eine Herausforderung. Im Moment lese ich parallel Verginia Woolf, die ebenfalls die genannte Bewusstseinsstromtechnk anwendet. Obwohl To The Lighthouse nicht annähernd 980 Seiten stark ist, erkenne ich bereits darin die Schwierigkeit dies modernen, hochinteressanten Stils. Wie viel mehr dürfte das in einem derart komplexen postmodernen, hyperrealistischer Roman der Fall sein…
Ich bin wirklich gespannt.
Tobias
16. Juni 2009 um 04:45