Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für August 2008

Edler Spender

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Zum Schulanfang. Dem Edlen Spender sei Dank.

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Geschrieben von Tobias

31. August 2008 um 20:13

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Rückkehr

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Wir sanken einander in die Arme.

Am vergangen Freitag erwartete ich ihn am Flughafen.

Zeit für gemeinsame Spaziergänge am Wochenende, die wie die Krönung der Komplementierung wirkten.

Wieder vereint, endlich.

Geschrieben von Tobias

31. August 2008 um 18:49

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Schmerzt

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Ungezählt, die Tage an denen ich einen Säugling im schreiben höre, ungesehen, mein Fenster der Straße abgewandt gekippt.

So junges, zartes, unberühtes Leben,
Kraft in seiner Stimme.

Schmerzt.

Leben.

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Geschrieben von Tobias

29. August 2008 um 19:24

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Winkinger

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Lange schon sich das angedachte Grillen mit allen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Schul-AG von einem Termin zum nächsten.

Keine einzige der tatkräftigen am Projekt beteiligten Frauen konnte am vergangen Sonntag Nachmittag anwesend sein. Jule fehlte mir.


Fünf Jungs – Chris, Nico, Stephan, Tim und ich – grillten auf der Wiese hinter der im englischen Stil gehaltenen Universität. Regen, der an jenem Abend vielleicht zu erwarten gewesen wäre, blieb aus und so genossen wir einen angenehmen, wenn auch nicht lauen, Nachsommerabend.

Nico schlug eine Klubb Match vor, erklärte die Regeln dieses Spiels und stellte Holzklötze auf. Tatsächlich gewann das Spiel ungeachtet seiner Schlichtheit an Reiz und während des Verlaufs an Spannung, auch wenn die gegnerische Mannschaft sowohl in der Wurftechnik überlegen, als auch durch die Beschaffenheit des Bodens und der unterschiedlichen Höhe des Grases begünstigt als klarer Sieger hervorging.

Auf dem Heimweg unterhielt ich mich mit Chis über das Kolleg, das er vor einigen Jahren auch besucht hatte – meine Begeisterung für die Biologie, freute ihn sehr.

Er bot mir an mir weiterführende Fragen zu beantworten, mich in der Vorbereitungen für Klausuren zu unterstützen.

Wir hatten uns zuvor sehr intensiv über Filme, insbesondere Requiem for a Dream, unterhalten. Auch er berichtete auf die Wirkung des Films auf sein Gemüt und schien von diesem Werk ähnlich berührt worden zu sein.

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Geschrieben von Tobias

29. August 2008 um 14:08

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Spaziergang

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Ein schlecht Verleugnender wäre ich, stritte ich ab, die Eilenriede wäre nicht eine Art Zuflucht für meine Seele.

Im dichten Sommergrün, wo die Illusion der Verdammung allen städtischen Einflusses wahrnehmbar werden kann und zuweilen nur Kinder, Sportler und Hundebesitzer die verschlungenen Pfade einschlagen finde ich auf der einen oder anderen Parkbank – nicht zu dicht an einer Straße oder Häusergruppe – eine unsichtbare Insel.

Jene Insel, die in Wirklich vielleicht eine Parkbank oder ein mehr oder weniger willkürlich liegen gelassener Baumstamm ist, nehme ich ein, schlage ein Buch oder mein Tagebuch auf und versinke in die beruhigende, rauschende Ruhe des licht durchfluteten Waldes.

Das Eiland verlassend begebe ich mich am Ende der Ruhe gedankenversunken dem Spaziergang hin, der mehr Ritual als körperliche Betätigung ist und vertraue dem Wald geheime Ideen und verletzlichste Empfindungen an.


Am Wegesrand: ein Fahrrad, achtlos und einsam.

Die verträume Linde im Zentrum eines Langsprintes, das mich fernab von aller barocker Verklärung an Borges erinnert und mich in fremde Welten entführt, also plötzlich von einer ausgelassen Familie okkupiert meine Träume je in tausend, transiente Fragmente korrupiert an fallende Blätter geheftet zu vertraut duftender Walderde persistieren.

Und die liebgewonnenen sakralen Säulen säumen meine Rückkehr in die Welt der Unruhe wie aus Stein gebildete Geschöpfe einst babylonische Prozessionsstraßen. Doch anders als diese flüstern sie mir ein baldiges Wiedersehen zu.

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Geschrieben von Tobias

27. August 2008 um 18:36

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Epochen

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Die verschiedenen Epochen der Literatur – bei einer nicht zu geringen Anzahl dürfte dieser Begriff mit gähender Langeweile belegt sein.

Im Zuge meines Deutschunterrichts werde ich die Weimarer Klassik mit dem Realismus und dem Naturualismus in Verbindung bringen. Dies wird vor allem anhand von den drei Dramen Die Ratten, Iphengenie auf Tauris und Geschichten aus dem Wiener Wald.

Ich muss gestehen, dass mich dieses Thema brennend interessiert.

Hyperlinks

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Geschrieben von Tobias

25. August 2008 um 18:29

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Silbermond und Kupfermünze

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William Somerset Maugham Silbermound und Kupfermünze entstand in Anlehnung an die Lebensgeschichte von Paul Gauguin. Zweihunderteinundzwanzig Seiten, die mich zusehends fesselten.

Der Ich-Erzähler des Romans ist ein junger Schriftsteller und lernt Mrs. Strickland kurz vor dem Ende des viktorianischen Englands kennen. Als ihr Mann sie eines Tages Hals über Kopf verlässt bittet Sie ihn, ihrem Mann nachzureisen und nach einer Erklärung zu suchen.

Strickland ist nach Paris gegangen um dort die Techniken Malerei der Malerei zu erlernen, wirkt vom bürgerlichen Leben befreit skrupellos und egoistisch. Er zerstört die Ehe eines Mannes, der ihn aufopferungsvoll pflegt, nachdem dieser Strickland vor dem Hungertod rettetet.

Der Icherzähler, der ständig zwischen seiner eigenen Moral und seiner Neugier für Strickland hingerissen ist, hat das Gefühl, dass eine ursprüngliche Kraft von Strickland Besitz ergriffen hat und dieser jene zum Ausdruck zu bringen sucht.

“Die Seele in unserem Körper ist ein unzuverlässiges Ding und geheimnisvoller Wandlung fähig. In alten Zeiten hätte man gesagt, dass Charles Strickland vom Teufel besessen sei.”

Tatsächlich betreibt de Erzähler eine detaillierte Studie über den ihn so sehr faszinierenden Charakter, von dem zu Lebzeiten Niemand in der Kunstwelt Notiz nehmen könnte, zu neu, zu anrührend und bizarr wirkten die Bilder Stricklands auf seine Betrachter.

William Somerset Maugham ist ein glänzender englischer Schrifsteller, dem aufgrund seiner Geburt in Paris die franzöische Mentalität keine fremde gewesen sein dürfte. Seine eigene Homosexualität schmimmert in Silbermond und Kupfermünze selten durch, und doch ist sie für den geneigten Leser durchaus kein Geheimnis.

Eine gute Auswahl erwähnenswerter Zitate findet sich hier.

Geschrieben von Tobias

25. August 2008 um 16:13

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Vorfreue, unermesslich Aufbäumende.

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Geschrieben von Tobias

22. August 2008 um 21:05

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Bufonidae

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An dem gestrigen ersten Schultag erschien es mir, als hätte ich die besten Chancen auf eine Anstellung eines Sehers, hätte eine solcher Beruf in unserer immer aufgeklärteren Welt eine Berechtigung auf Existenz.

Meine Befürchtungen der Zuteilung gewisser Lehrer in mir besonders liebgewordenen Fächern betreffend bewahrheitete sich.

Für allerlei Gelegenheiten, auf die wir im Leben treffen können, haben die Menschen sich Sprichwörter und geflügelte Ausdrücke zurecht gelegt. Kröten schlucken, Tobias: daran dachte ich gestern mehere Male.

Die Aufrechterhaltung einer Fixierung der gewissen Einschätzung einer gewissen Person über mag uns vielleicht zu zahlreichen Gelegenheiten als ein Schutz vor erneuter schmerzhafter Wiederholung einer Enttäuschung dienen, doch kann jene Fixierung durchaus auch hinderlich sein, da sie wie eine ungeöffnete, gar verborgene Pforte den Weg in dein Öffnung eines neues Raumes versperrt und uns so einen ungeahnten künfitgen oder gewärtigen Zugang verwehren mag.

Und wieder ist es ein Sprichwort, dass einige für angebracht halten und das ich zur gegenwärtigen Stunde auch buchstäblich zelebriere: die gerade aufgebrüte Cylonmischung schmeckt vorzüglich.

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Geschrieben von Tobias

22. August 2008 um 04:30

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Alles ist erleuchtet

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Alles ist erleuchtet

Jonathan Safran Foer veröffentlichte Alles ist erleuchtet im Alter von 24 Jahren. Einige Kritiker gaben sich höchst erstaunt. Hierzulande erzeugten die Werke von Daniel Kehlmann und Clemens Mayer ein vergleichbares Echo.

Ich frage mich warum dies so ist. Schließlich veröffentlichte Thomas Mann veröffentlichte sein Werk Boodenbrooks im Alter von 26 Jahren – im Jahre 1901. Haften Klischees älterer schreibenden Damen oder älterer schreibenden Herren in den Köpfen jener Kritiker?

Foers Ironie, mit leichtem Augenzwinkern verbunden, verwandelt die Lektüre seines Erstlingswerks zu einem wahren Lesevergnügen – obwohl er über durchaus Ernsthaftes schreibt: Liebe und Tod – neben Krieg, Pogromen, Antisemitismus und lebenslangen Schuldgefühlen. Mit Vorliebe vermag er immer wieder kleine Lebensweisheiten über die Liebe ein zu streuen und zuweilen erscheint es als nähere er sich in Begleitung des Lehres “asymtotisch” an einige ihrer Aspekte.

Die Zugänglichkeit ist trotz der durchaus komplexen Erzählstruktur eine bemerkenswerte Leistung des Autors auch wenn ich persönlich bildhaftere Ausschmückungen bevorzuge. Geschmacksfragen, die Alles ist erleuchtet in meiner Erinnerung nicht schmälern.

“Ich muss ein kleines Brötchen schlucken.”

Geschrieben von Tobias

21. August 2008 um 16:17

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