Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für Juli 2008

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Ein Drittel meiner Sommerferien sind verstrichen.

Zeit, viel Zeit investierte ich bisher in meinen Nebenjob mit dem Ziel meine finanzielle Situation zu verbessern – vorsorglich, gegeben falls nachsorglich.

In den Stunden, die ich mich nicht in die Tiefen verschiedenen IT-Probleme verstricke bemerke ich wie sehr die Zeit unter der Woche verfliegt, wie sehr sie an Wochenenden säumt. Der gegenwärtigen Wetterlage sei ihr übriges geschuldet, auch wenn sie mir ein erfreuliches und intensives Telefonat mit meinem Bruder bescherte.

Nicht wenige Anteile meiner Energie wurden von diverser Korrespondenz mit Bürokraten gebunden. Eine nicht unwesentliche Aversion gegen jene grauen Apparate, die mich stets an gespenstische Unwirklichkeit erinnern – jene Surrealität, die Kafka meisterhaft einzufangen wusste – wirkt sich eher hemmend als denn förderlich auf diesen Process der Notwendigkeiten aus.

Und wären da nicht mich nachdenklich stimmende Umstände, könnte ich die Zeit an den Wochenende fast ausnahmslos geliebten Dingen widmen – wie der Literatur.

Zwei Drittel, die bleiben, in denen ich noch eines zu tun gedenke. Latein und Mathematik wollen wiederholt und gefestigt werden, die Lektüre für den Englischunterricht soll – inoffiziell – gelesen werden.

carpe diem- ein unheimlich vernünftiger und dementsprechend schädlicher Wahlspruch.

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Geschrieben von Tobias

21. Juli 2008 um 06:29

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Requiem For A Dream

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requiemRequiem For A Dream berührt. Ein Meisterwerk.

Harry, von Jared Leto glaubwürdig in Szene gesetzt, zerrt den Fernseher seiner Mutter, deren Rolle Ellen Burstyn Leben verleiht, zum Pfandleiher. Sara Goldfarb, als vereinsamte alternde Frau, deren ein und alles der heimlische Fernseher ist.

Und ihr Sohn Harry, der mit seinem besten Freund Tyrone immer wieder als Dealer den amerikanischen Traum von großen Geld träumt. Die Alltäglichkeit des Drogenkonsum, an dem sich auch Marion Silver, Harry’s Freundin, beteiligt ist erschreckend.

Der Zuschauer wird Zeuge einer tödlichen Spirale, die das Leben jener vier tragischer Gestalten mehr in und mehr in die Tiefe reist, in denen bei allen dieser Figuren die Flucht in die Sucht deren Träume nach und nach zersetzt.

Dabei ist das Sterben der anfänglich als sehr zärtlich anmutenden Liebesbeziehung zwischen Harry und Marion ebenso erschreckend wie der Zerfall der Psyche der von appetitzügelnden Amphetaminen abhängig gewordenen Mutter Sara.

Regisseur Darren Aronofsky’s feinfühliger Umgang mit Bildern – welche bereits mich in The Fountain beeindruckte und die in Requiem For A Dream dem Zuschauer einiges abverlangen mag – und seine Detailverliebtheit zieht vor allem dadurch in den Bann, der den Verfall der Charaktere greifbar transportiert und wirken lässt.

Bilder als eindrucksvolles Medium untermalt von einer spartanischen aber sehr eindringlichen Musik des Kronos Quartett.

Geschrieben von Tobias

20. Juli 2008 um 13:21

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Godspeed

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http://brainwashed.com/godspeed/images.html

Quelle und ©: http://brainwashed.com/godspeed/images.html

Die kanadische Rockband Godspeed You! Black Emperor ist für ihre orchestralen Kompositionen bekannt.

Obwohl derartige Bands Klassifizierungen jeder Art verständlicherweise meiden, wird Goodspeed dem Genre Postrock zugeordnet.

Ihre Arrangement beinhalten E- und Bassgitarren, Saiteninstrumenten und Percussions, gelegentlich unterstützt von Glockenspiel und das Waldhorn und fügen sich zu ausgedehnten Stücken von zehn bis 25 Minuten Länge zusammen.

Goodspeed besteht aus einer Gruppe von ungefähr zehn Mitgliedern, die Einflüsse aus Progressive Rock, Spacerock, Punk, klassischer Musik und Musique concrète verarbeiten: eines ihre instrumentalen Stücke wird von französischem Gesang untermalt, an anderer Stelle ist ein apokalyptischer Prediger zu hören.

laut.de geht auf die nahezu mystische Aura ein, welche diese Band umgibt – allein der Name der Band galt rätselhaft.

Veröffentlicht hat Goodspeed die LPs Yanqui U.X.O CD, F a Infinity und Lift Your Skinny Fists Like Antenna.

Live sicher ein Erlebnis.

Geschrieben von Tobias

19. Juli 2008 um 10:22

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Kälte

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Wenn sich zunehmende Distanz sich zu fühlbarer Kälte verdichtet und das eigene Wesen, aus Respekt vor einer Bitte, in der Rolle eines wartenden Beobachters verharrt – was bleibt da mehr als hoffen?

Ist es an der Zeit ziehen zu lassen?

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Geschrieben von Tobias

18. Juli 2008 um 08:40

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Bilanz

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Momente in denen wir, vielleicht in einer Atempause, die Gegenwart im Spiegel einer an uns vorübergezogenen Periode betrachten erlauben zuweilen die Gewahrwerdung veränderter Umstände.

Jenes Ankommen, welches Hesse mit dem Betreten neuer Räume verglich, mag nur eben durch diese Reflexion als ein solches wahrnehmbar werden.

Das erste Jahr am Kolleg liegt hinter mir, der erste Schultag in diffuse Ferne gerückt.

Mein Dämon, kehrte in Form einer uralten Aversion zurück, deren Essenz ich heute zu erkennen beginne.

Das Wesen unserer Stärken und unserer Schwächen: selten scheint die Projektionsfläche für deren Ausdruck größer als im Schulalltag, welcher – nicht frei von Kritik – auch eine Reduzierung unserer Fähigkeiten als Mensch erleben lässt.

Ein Teil der Kameraden fiel einem Mangel an Ausdauer und Disziplin oder ungeklärten finanziellen Verhältnissen zum Opfer. Adaption an jene gegeben Umstände mag Erwachsenen schwerer fallen – ein Umstand der vorher in Betracht gezogen werden sollte.

Die Informationen über die Ausbildungsförderung, die am Kolleg in ersten Wochen kursierten waren widersprüchlich, verwirrend und zum Teil gar kontraproduktiv.

Eine frühzeitige Erkundigung beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung ist dringend anzuraten. Selbst wenn die Desinformationen vermeintlich besser Informierter plausibel klingen mögen – am Ende erwies sich diese Quelle als die einzig zuverlässige.

An Gelegenheiten für das eigene Wachstum mangelte es nicht – auch wenn die Erwartungen nicht die selben seinen können, wie sie vielleicht bei einer universitären Ausbildung angebracht wären.

Meine Kameraden, von denen ich vornehmlich meinen Nachbar René, meine “Chefin” Jule und meine Mathematikmentoren Lina und Thomas nennen möchte, gestaltete den Schultag angenehm und abwechslungsreich und halfen die Schulstunden zu überstehen, die von Langeweile oder Mangel im didaktischem Talent der Lehrkraft bis ins endlose gedehnt schienen.

Das Ausscheiden des Deutsch- und Biologielehrers am Ende des Schuljahres bedauere ich sehr und stimmt mich nachdenklich: Ich habe im nächsten Jahr Deutsch als Niveaufach – P1. Offenbar besteht die Gefahr einen Lehrer in diesem Fach zu erhalten, dessen Engagement eingeschränkt zu sein scheint. Dies könnte zu einer schwierigen Prüfung werden.

Wenn ich nun mein Zeugnis in den Händen halte empfinde ich Zufriedenheit, zuallererst aber Gewissheit, denn meine Entscheidung hat sich als eine für den gegenwärtigen Lebensabschnitt als Notwendigkeit erwiesen.

Im kommenden Schuljahr ist allerdings eine verstärkte organisierte Disziplin erforderlich – dessen bin ich mir bewusst.

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Geschrieben von Tobias

17. Juli 2008 um 08:04

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Otto

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Während der diesjährigen Berlinale war auch Bruce LaBruces Zombiestreifen Otto; or Up with Dead People zu sehen.

Der Zombie Otto leidet an seinem gebrochenenem Herzen, er liebte vor seinem Ableben einen jungen Mann.

Selbst als Untoter verfolgt ihn seine homosexuelle Orientierung und erstolpert in eine Politfilmproduktion mit porograpphischen Unterton – oder umgekehrt.

Der Trailer der bei YouTube zu finden ist, lässt erahnen worauf TAZ-Journalistin Kirsten Rieselmann scheinbar begeistert anspielt.

Der LaBruce-Film, der bereits auf zahlreichen Festivals zu sehen war, soll am 18. September 2008 in Deutschland in den Kinos anlaufen.

In Hannover?

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Geschrieben von Tobias

16. Juli 2008 um 19:34

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What Type of Writer Should You Be?

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You Should Be A Poet


You craft words well, in creative and unexpected ways.
And you have a great talent for evoking beautiful imagery…
Or describing the most intense heartbreak ever.
You’re already naturally a poet, even if you’ve never written a poem.
What Type of Writer Should You Be?

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Geschrieben von Tobias

16. Juli 2008 um 06:23

Veröffentlicht in baton

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Omar Khadr

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In einer Welt, in der jeder einzelne so viel zu sehen vermag, könnte jeglichem Konsumenten medialer Bilderfluten nicht zuletzt eine gewisse Heuchelei vorgeworfen werden.

Wenige kennen die Menschen, die wir tagtäglich leiden sehen. Dennoch zeigen wir uns betroffenen, sind mitunter sogar zu Tränen gerührt.

Der Verdacht, dass Internierungslager US-Gefängnis in der Guantánamo Bay verstoße gegen international geltenden Grundrechte bleibt bestehen.

Für die USA, die sich selbst gerne in der Rolle demokratischer Heilsbringer wohl zufühlen scheint , die in vielleicht polemischen Propaganda Ausdrücke wie “Achse des Bösen” und “Schurkenstaaten” in ihrer Diplomatie zur Anwendung bringt und die selbst China zur Verfolgung von Grundrechte ermahnen, ein beschämender Umstand.

Omar Khadr ist der Name eines jungen Kanadiers, der den Zuständen in jener Einrichtung erneut kurzfristig Namen und Gestalt verleiht.

Das öffentliche Gedächtnis, ein kurzzeitiges.

Wann wird der Bericht über das Schicksal des jungen Mannes vergessen sein?

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Geschrieben von Tobias

16. Juli 2008 um 04:42

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Ferne Wölfe

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Antteilchen verweisst auf die Aufklärungsarbeit in einer Realschule zu der folgende Videodokumentation exisiert:

Link: sevenload.com

Erinnerung an meine Arbeit als Ehrenamtler der Schul-AG.

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Geschrieben von Tobias

15. Juli 2008 um 21:31

Veröffentlicht in schul-ag

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Blindness

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Beieindruckend der Trailer der Verfilmung des Romans Die Stadt der Blinden von José Saramago, auf den ich beim Hau.usmeister aufmerksam wurde.

Der Film soll am 23. Oktober 2008 hierzulande anlaufen. Interessante Romanverfilmung, die der Vorlage offenbar nicht ganz gerecht werden soll.

Wir werden sehen.

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Geschrieben von Tobias

14. Juli 2008 um 07:45

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