Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für Juni 2008

Paranoid Park

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Paranoid Park wirkt auf dem ersten Blick wie eine Hommage an das Lebensgefühl einer Jugendbewegung: Skaten. Die Helden einer Generation pubertierender Jungs und von zunehmend immer mehr Mädchen fährt in Halfpipes, traut sich die gefährlichsten Tricks zu und ist stolz auf die zahlreichen, die Beine schmückenden Narben. Wohl wenige andere Sportarten identifizieren viele mehr mit ungestüme Jugendlichkeit, als das Skaten.

Kameramann Christopher Doyle fängt unter der Regie von Gus Van in poetischen Bildern, die vor allem in Zeitlupe der Schönheit der Bewegung einen beinahe huldvollen Voyeurismus zukommen lassen, wie man ihn aus wenigen sich dieser Subkultur widmenden Filmen her kennt, eben jene Faszination ein.

Und es ist vielleicht der befremdende Blick des Voyeurs in den Kameramann und Regisseur, den Zuschauer zwingen, so dass sie die mönchsgleicher Schweigsamkeit der Hauptfigur Alex zu verfolgen gezwungen sind.

Alex Eltern lassen sich gerade scheiden. Er hat niemanden, den er sich anvertrauen kann. Nicht seiner Freundin. Seinen Eltern nicht, die mehr mit der Scheidung beschäftigt sind, als mit den Kindern. Seinem Bruder nicht, der noch jünger ist als er aus Angst sein Essen ständig erbricht. Auch seinem besten Freund nicht.

Wir nehme auch seine Mutter nur aus der Ferne wahr, unerreichbar und hilflos in ihren kläglichen Versuchen auf den schuldbeladenen Jungen zuzugeben. Niemand schient ihm zuzuhören zu können, zu wollen, ihm die Hand reichen zu wollen. Der Junge scheint an zwischen Traum und Wirklichkeit gefangen und wagt es nicht, sich Gehör zu verschaffen.

Seine Freundin ist vielleicht ein Paradebeispiel dafür. Der Zuschauer ahnt sofort, wie wenig die beiden gemeinsam habe und vermuten vielleicht sogar, dass ihr Alex nur mehr ein pubertäres Statussymbol ist.

Selbstverständlich ist der bedauerliche, schreckliche Unfall, in dem Alex aus jugendlichem Leichtsinn gerät und durch den ein Wachmann zu Tode gerät ein derart komplexes Schultrauma, dass in diesem dem Zeigen verhafteten Film kaum Rechnung getragen werden kann.

Der Ha.usmeister gar sehr genervt von dem nach innen gekehrten und nicht transportierten inneren Zerrissenheit des werdenden Mannes.

Und mich beschleicht der Verdacht als wolle der Film an dem Beispiel von Alex zeigen, was viele junge Menschen empfinden, was sie veranlasst sich nach innen zu kehren und wie schwer es für sie ist, ein offenes Ohr zu finden, wenn sie in ernste Schwierigkeiten geraten.

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Geschrieben von Tobias

29. Juni 2008 um 15:26

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Rückkehr

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Ric ist wieder zurückkehrt.

Ungefähr anderthalb Woche wird er in Hannover bleiben, bevor er die Heimat erneut für zwei Monate verlässt um nach Paris zu gehen.

Die Neuartigkeit dieser tiefen Empfindungen – Vermissen und Wiedersehen – ist in ihrer Intensität noch zu mächtig, als dass sie mir mit Worten greifbar wären.

Nur eines, vielleicht: all die zu überwindenden Widrigkeiten um der Liebe die Tore in mein Leben zu öffnen waren und sind nichts gegen die Intensität einer Bindung zweier sich Liebender.

Glücklich darüber, dass diese Tore nie wieder geschlossen werden.

Geschrieben von Tobias

27. Juni 2008 um 14:48

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Abschied

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Markus Barth, Urlaubsvertretung von Stefan Niegemeier, berichtet, dass Bill Gates etwas in seinem Leben schaffen will, für das ihn niemand hasst.

Seit meinem achten Lebensjahr benutze ich unter anderem Microsoft Produkte, war als kleiner Junge MS-DOS Veteran und fluchte schon damals über die Unzulänglichkeiten jenes Betriebssystems. Obwohl Windows 95 dann Verbesserungen mit sich brachte, waren Abstürze die Regel, vor allem der geneigte Spieler wurde immer wieder auf eine harte Probe gestellt.

Mit XP verbesserte sich die Lage erheblich. Doch inzwischen war ich in an meinem Arbeitsplatz – sofern möglich – auf Linux (Fedora) umgestiegen und von OS X angetan.

Microsoft verstand es halbherzig umgesetzte Innovationen anderer gut zu vermarkten – bis heute.

Nun möchte ich Mr. Gates soziales Engagement nicht schmälern. Die Art und Weise, wie er von einigen Medien nun aber glorifiziert halte ich für übertrieben. Der gute Mann mag um einiges ironischer mit den nahezu religös ausgefechteten Grabenkämpfen zwischen den verschiedenen Betriebssytemwelten umgehen, als das allgemein bekannt ist.

Doch ist Windows sicher nicht die größte technologische Innovation der letzen Jahre. Es ist schlichtweg nur die am weitesten verbreitetste.

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Geschrieben von Tobias

27. Juni 2008 um 14:07

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Third

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Third

Ruhig war es letztendlich um die Band Portishead geworden. Umso gespannter wurde die Veröffentlichung ihres aktuellen Albums Third erwartetet.

Neben Portishead hörte ich gegen Ende der 1990er eine andere Band aus Bristol sehr gerne Massive Attack.

Triphop? Der Wikipedia zufolge sei Third eine Abkehr von Triphop.

Tatsächlich fällt es schwer die Band einzuordnen.

Machine Gun klingt für mich sehr urban: die melanchonische, glasklare Stimme der Sängerin trifft auf sehr raue metallische, elektronische Musik. Small ist ebenso hörenswert wie Plastic, Thread und We Carry On.

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Geschrieben von Tobias

27. Juni 2008 um 13:29

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Jigsaw Falling Into Place

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Sonntag, 22. Juli 2008, Eichenring, Scheeßel Der letzte Tag des Festivals. Mein Versuch mir unter den rudimentären Waschbecken die Haare zu Waschen offenbarte die Ausmaße des Trockenheit: schwarze Brühe.

Ungewöhnlich früh fanden wir uns auf dem Festival-Gelände ein. Während Diana meist vor der Blue Stage zu finden war, schien ich mit der Green Stage verheiratet zu sein.

Einzig die Unwetterwarnung machte uns Sorgen. Glücklicherweise zog das Untwetter zweimal knapp an dem Festivalgelände vorbei.

Die Tage mit Diana und ihrem Mitbewohner waren sehr schön. Ich genoß die Musik und die ausgelassene Stimmung.

it-gurelllia kommeniert die drei Tage folgendermaßen:

Ebenfalls interessant: das Hurricane Tagebuch der Schallgrenzen.

Elbow

Ein Sound der mich entfernt an Doves erinnerte und der sich von einem gemütlichen Platz auf der Wiese gut verfolgen lies.

The Notwist

Auf die Indie-Band The Notwist bin ich erst vor kurzem durch Ric aufmerksam geworden.

Ich wohnte deren Auftritt anfangs zusammen mit Diana bei, die später dann zur Blue Stage wechselte.

Tocotronic

Schon lange wünschte ich mir diese Band live hören zu können. Nun sollte sich dieser Wunsch erfüllen. Und prompt wurde der von Sänger Dirk von Lowtzow angekündigte Hurricane in Gestalt von starkem Regen Realität. Das Wasser peitsche in einer Weise auf die Bühne, dass die Band kurz unterbrochen musste, woraufhin Bühnenarbeiter Kabel so verlegten, dass keine Kurzschluss möglich ist. Im wahrsten Sinne des Wortes: Kapitulation.

Selbstverständlich fanden sich in der kurzen Spielzeit vor allem die Lieder ihres aktuellen Albums wieder, das ich in der letzten Zeit immer wieder gerne gehört habe.

Sigur Rós

Das Klangerlebnis – und nur als solches möchte ich es bezeichnen -, welches mich bei dem Auftritt der isländischen Band erwartete, bedeutete mir das Betreten innerer Lande.

Selten vermochte heute produzierte Musik mit all ihrer berechenden Kommerzialisierung und konstruierter Eingängigkeit bis jene Bereiche des Herzens vordringen, in denen die Erzeugnisse der Pop-Kultur wenig instrumentalisierbares vorfinden, dass für eine Massenwirkung in Frage käme.

Und obwohl Sigur Rós Teil des kommerziell Musikgeschäfts ist, umgibt sie die mystische Aura eines akustischen Geschichtenerzählers, der Herzen berührt.

Die Andersartigkeit Islands als Spiegel für die ungewöhlich melancholische bis lebensbejahende Melodie, die von Unheimlichkeit bis hin zu sphärischer Ekstase reicht.

Von ungewöhnlich fremder, bedächtiger, nahezu kathedraler Ruhe war die Natur der Stimmung während des Auftritts: Sonnenbrillen schienen die ein oder andere Träne zu verdecken, die einen oder anderen schienen in der Musik zu schweben.

Ich erkannte vornehmlich Stücke aus den Alben ( ), Takk… und Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust, dem soeben veröffentlichten neuen Album.

Der Einsatz des Cello-Streichbogen auf der E-Gitarrre durch Sänger Jón Þór „Jónsi“ Birgisson war nur einer der Momente in denen ich deren einzigartige, kreative Art des Umgangs mit Musik erkannte.

Selten sah man auf einem Festival derart viele Künstler auf einer Bühne. Das Streichquartett Amiina begleitete einige Songs und schien tatsächlich ihre Freude am dem Spiel zu haben.

Radiohead

Schon seit geraumer Zeit höre ich die britische Band Radiohead, die ich über MTV und last.fm kennen gelernt habe.

Es ist diese melancholische Stimme und die außergewöhnliche Mischung aus Jazz, Gitarrenriffs und elektronischen Elementen, durch welche einige Songs der Band wie ein gesungenes urbanes Gedicht die graue Wirklichkeit der Gegenwart einzufangen scheinen.

Thom Yorke und seine Kollegen traten auf der Green Stage auf und waren der Headliner des diesjährigen Hurricanes.

Die Bühne bot ein sehr eigenartiges Bild: hängende Neonröhren hingen wie die Äste einer Trauerweide nach unten und tauchten die Bühne in stätig andersfarbiges Licht, wobei die Farbe immer mit der Wirkung des Songs zu korrespondieren schien.

Die Videoleinwände hingegen zeigten alle Bandmitglieder in Split-Screen und in verschiedenen Farben, was an eine Art Indie- oder Kunstfilm erinnerte und tatsächlich die Individualität der Band unterstrich und das Thema der Performance klar herauskristallisierte: Das aktuelle Album_In Rainbows_ sollte einen Großteil der dargebotenen Songs stellen.

Bei YouTube existieren derzeit einige Aufnahmen, die ein ungefähres Bild der Show vermitteln.

Meine Freude war besonders groß, als Videotape und Jigsaw Falling Into Place gespielt wurden. Im Falle des ersteren ein besonders bewegender Moment.

Verpasste Gelegenheiten

Da sich die Auftritte von Nada Surf und The Kooks mit anderen von mir favorisierten Künstlern überschnitten, hatte ich nicht die Gelegenheit mir deren Musik anzuhören. Inbesondere Nada Surf hätte mich interessiert, die im Gegensatz zum Willen des Publikums und der Band selbst keine Zugabe mehr spielen durften. Es soll zu einigen denkwürdigen Szenen innerhalb des Zeltes gekommen sein.

Kurz angehört

In folgende Bands habe ich kurz reingehört: Flogging Molly, Panteón Rococó, Razorlight und Calexico. Die ersten beiden Bands wurden von Diana favorisiert und sie schien deren Spiel sehr genossen zu haben.

Geschrieben von Tobias

25. Juni 2008 um 20:48

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Wombats, tanzbar

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Eichenring, Scheeßel. Samstag, 21. Juli 2008, 2. Tag – Hurriane Festival. Der herbeigesehnte Regen blieb aus. Nur in den frühen Morgenstunden ergoß sich ein Schauer über unseren Camping-Platz, doch dessen Wirkung war kaum wahrnehmbar.

Kurz darauf spielte von irgendwoher mit enormer Lautstärke Rammstein: an eine unsanftere Art geweckt zu werden kann ich mich schwerlich erinnern.

Wir fanden uns bald auf dem Festivalgelände wieder. Diana und ihr Mitbewohner fieberten bereits dem Auftritt der Foo Fighters entgegen.

The Wombats

“Tanzbare Indie” stand in dem Festival-Guide und ist treffend beschrieben. Ich stürzte mich nach wenigen Minuten Zuhörens wie ein kleiner Junge in die Menge und tanzte. Diana meinte später, sie hielt nach einem hüpfenden Flummi Ausschau.

Die Band aus Liverpool las von einem Blatt, dass offenbar in Lautschrift beschrieben worden war, Grußworte in deutscher Sprache ab. Eine bessere Gelegenheit britischen Charme zu versprühren – ich mag deren Akzent – hätten sie wohl kaum finden können.

Die Musik der Wombats als Ausgleich zu den eher melancholischen Melodien, die ich mir ansonsten anhöre; ich werde mich demnächst definitiv näher mit der Band auseinandersetzen.

Madsen

Zugegeben: Deutsch-Rock ist nicht frei von Kritik. Zurecht mag der eine oder andere behaupten, denn vieles davon ist allzu radiotauglich und allglatt produziert.

Dennoch hatte ich viel Spass bei dem Auftritt der sympatischen Madsen-Brüder, welche sehr enthusiastisch spielten und es verstanden die Menge mitzureißen. Dies mag darin begründet sein, dass ihre deutschen Texte über einen eher ungewöhnlichen Indie-Rock gelegt werden und sich dadurch akustisch aus der Masse herausheben.

Obwohl mir die Texte von Tocotronic lyrischer runder anmuten, kann ich denen von Sebastian Madsen die Wirkung auf mich nicht absprechen.

Das Publikum tobte insbesondere zu den Songs Du schreibst Geschichte, Ein Sturm und Die Perfektion.

Biffy Clyro

Diana freute sich besonders auf diese Band und ich hatte die Gelegenheit, die mir noch unbekannten Musik anzuhören.

Tatsächlich kann man sich auf den Geschmack der besten Freundin verlassen – zu Schade, dass wir aufgrund des immer näher heranrückenden Foo Fighter auftritt das Zelt verlassen mussten.

Ich wäre noch gerne länger geblieben.

Erfolgreich angefixt, Frau Erdbeerwelt.

Foo Fighters

Ohne Übertreibung war für viele der Auftritt der Foo Fighters wohl der lang erwartete Höhepunkt des Festivals gewesen.

Dementsprechend massiv war die Ansammlung vor der Green Stage und die Menge eng aneinander gedrängt.

Einmal mehr trübten merkwürdig katatonische Kandidaten im Publikum das Hörvergnügen, denn sie hatten die Angewohnheit immer in der Nähe von unserer kleinen Gruppe zu stehen.

Ferner gab es offenbar Probleme mit den Lautsprechern, denn nach dem ersten Song – wir standen etwas weiter hinten – war es schwer Dave Grohls Stimme zu lauschen.

Die Foo Fighters spielten ihre bekanntesten Hits – The Best Of You. Folglich dauerte es nicht lange und ich verwandelte mich erneut in deinen hüpfenden Flummi, obwohl so dicht aneinander gedrängt.

Maximo Park

Diese Band bildete den Abschluss und ich hörte mir ihre bekanntesten Songs an.

Verpasste Gelegenheiten

Das Spiel der Bands Oceansize, Digitalism, Operator Please und Does It Offend You, Yeah? konnte ich leider nicht wahrnehmen. Insbesondere die beiden ersteren hätten mich interessiert. Und wahrschienlich wäre Digitalism wohl die bessere Alternative gewesen.

Geschrieben von Tobias

25. Juni 2008 um 06:44

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From Dust Till Dawn

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Eichenring, Scheeßel. Freitag, 20. Juli 2008, 1. Tag – Hurriane Festival. Ein weißer Miet-Transporter fuhr vor dem Schulgebäude vor: Diana und ihr Mitbewohner holten mich ab.

Die Tatsache, dass in der Ladefläche des Transporters ein völlig aufgestelltes Bett neben einer Luftmatratze, welche mir in den kommenden Tagen als Schlafplatz dienen sollte, Platz hatte war in der Tat auf den ersten Blick ebenso erheiternd wie erstaunlich.

Nach anregenden Gesprächen, die wir auf der Hinfahrt führten fanden wir einen außerordentlich praktischen Platz für unserer mobiles Wohnzimmer in der Nähe sanitärer Anlagen.

Der Boden des gemähten Stoppelfeldes war außerordentlich trocken. Staub sollte sich in den kommenden Tagen über beinahe alles legen. Aus dem Festival wurde ein “Dustival”, der Titty Twister legte die Gemeinsamkeiten zu dem bekannten Tarantino-Streifen nahe, so dass ich kurzerhand den Titel des Films für die Festivaltage modifizierte.

Zu einem besonderes Ärgernis von Diana und mir sollten sich die Halborks primitiv gebärdenden Nachbarn über deren Wagen im typischen Schriftzug Motörhead zu lesen war und die keine Gelegenheit außer acht ließen vorbeischlendernde junge Leute insbesondere weiblichen Geschlechts mit Kommentaren zu belästigen um sich danach gegenseitig in krächzendes Altmännergelächter einen Funken wie auch immer gearteten Triumphes zu zuspielen.

Nachdem alles aufgebaut und der Grill eingeweiht worden war, nahmen wir unsere Bändchen in Empfang und betraten das eigentliche Festivalgelände.

Im folgenden nun einige Notizen zu den Bands, die ich mir anhörte.

Monster Magnet

Monster Magnet spielten handfesten, eingängiger Rock. Diana führte die Auswirkungen von Drogenkonsum auf das unverkennbare Mondgesicht zurück, welches zu ihrem Vergnügen ein abendfüllender running gag wurde während ich mich lachend dem head banging hingab.

Umstützende Bierleichen und die buchstäbliche Besetzung gewisser aufgestellter Toiletten inmitten der rockenden Menge, so dass deren Deformierung nicht ausblieb, können allerdings nicht unmittelbar der Wirkung dieser Musik zugeschrieben werden.

NoFX

Reggae, auch wenn eher fachfremd eingespielt, werde ich niemals mögen. Auch die Scherze der Band, bei denen für irgendeinen Mr. X (tatsächlich nicht für Helga) applaudiert wurde amüsierten mich wenig.

Beatsteaks

Nein, ich werde nimmermehr ein Fan dieser Band sein, auch wenn alle Welt, Menschentraube um Menschentraube, zu ihren Konzerten strömt.

The Chemical Brothers

Die Tatsache, dass das Publikum sich entschied bei den Brothers Bauklötze zu staunen, statt auf deren eingängigen Rhythmen zu tanzen trübte die Stimmung des abschließenden Auftritts merklich.

Grüne Laserstrahlen unterstrichen die Videoprojektionen auf eine schlichte Symbolsprache passende Untermalung zu den typischen von dieser Band produzierten Klängen fand.

Geschrieben von Tobias

24. Juni 2008 um 19:11

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Die Beste

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Diana, Frau Erdbeerwelt, und ich auf dem Hurricane Festival 2008. Bevor ich mit meinen Ausführungen ins Detail gehe:

Du bist einfach, die Beste. Danke für das schöne Wochenende mit dir und deinem Mitbewohner. Eine grandiose Idee.

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Geschrieben von Tobias

23. Juni 2008 um 15:34

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Vorfreude

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Sigur Rós live hören.

Und Radiohead.

Am Sonntag.

Auf dem Hurricane

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Geschrieben von Tobias

20. Juni 2008 um 05:28

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Zu Unterlassendes

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Im einer schlaflosen Novembernacht allein zu Haus ein Buch von Lovecraft lesen, während das Album Von von Sigur Ròs von der Steroanlage abgespielt wird.

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Geschrieben von Tobias

19. Juni 2008 um 20:45

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