Homo faber
Der Roman Homo faber von Max Frisch: die diesjährige Lektüre im Deutschunterricht.
Entgegen der Unkenrufe im Klassenzimmer, als der Deutschlehrer diesen Roman ankündigte zum Trotz: Lesenswert.
Dies mag an den skurrilen Neurosen und Gedankengängen der Figur Walter Faber liegen, aus deren Perspektive Frisch das Weltbild einer allzu technophilen Generation schildert.
Ein Werk voller Kritik an einer allzu extremen, nahezu religösen Technikgläubigkeit , an der Nachahmung des American Way Of Life und an dem Jugendwahn unserer Zeit.
Eine Figur, die an ihren eigenen Extremen scheitern muss und erst in Todesnähe eine dem Hiob ähnliche Wandlung erfährt.
Der folgende Satz dürfte in unserer Klasse für Diskussionsstoff sorgen:
“Hanna beschloss, gescheiter zu sein als alle Jungs von München Schwabing, und gründete einen geheimen Mädchenklub, um Jehova abzuschaffen.” (S. 183. Surkamp Ausgabe. Hervorhebung vom Artikelautor)
Fünfzig Jahre haben seit dem Erschienen dieses Romans nicht sehr viel an der Vergötterung der Technologie durch den homo sapiens geändert.
Ironischerweise ist dieser Blog selbst ein Zeichen dafür.
Der Mensch und seine Extreme.
Der Mensch und seine Ideale.








[...] begegnete ich jener Enttäuschung bei der Schlödorf-Verflimnung des Werks von Max Frisch: Homo faber. Einer Inszenierung, die trotz Absprache mit deren Schöpfer, einen wesentliches Teil des [...]
Die Stadt der Blinden « Mythopoeia 2.0
23. November 2008 um 08:57
[...] begegnete ich jener Enttäuschung bei der Schlödorf-Verflimnung des Werks von Max Frisch: Homo faber. Einer Inszenierung, die trotz Absprache mit deren Schöpfer, einen wesentliches Teil des [...]
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23. November 2008 um 08:57
[...] Homo faber [...]
Reflexion « Mythopoeia 2.0
30. Dezember 2008 um 09:18