Archiv für Oktober 2007
tempus
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Die in der Verfilmung des H. G. Wells Roman Die Zeitmaschine aus dem Jahre 1960 dargestellten Morlocks waren lange Zeit eine Art Kinderschreck für mich.
Seit der Veröffnungen des Romans hat Wells Vorstellung viele Science Fition Romane, Filme und Serien beflügelt.
Vor nicht wenigen Jahren fand ich sehr viele Star Trek-Episoden spannend, die sich mit den gedanklichen Problemen der Zeitreise befassten, temporale Paradoxa.
Angeblich forscht derzeit ein amerikanischer Physikprofessor an der Entwicklung einer ZEITmaschine.
Nach Ronald L. Mallett wohl aber eher eine Erfindung für künftige Generationen.
Da träumten Menschen einst sie könnten zum Mond fliegen. Und haben es getan.
Und Zeitreisen? Möglicherweise.
Als nächstes: Stellares Reisen? Vielleicht auch das.
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Cyber War
Hysteria
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Gestern betrat ich die Buchhandlung am Kröpke um mir eine Reclam-Ausgabe des wahrscheinlichen Stückes, welches in der Theater.AG gespielt werden soll, zu besorgen.
Die Wortfetzen einer aufgebrachten jungen Frau, fast noch ein Mädchen, blieben in meinem Gedächtnis haften:
“Nur weil ich Ausländerin bin, bin ich doch nicht gleich Terroristin.”
Omar und Kathrin. Ein junges Paar auf Hochzeitsreise in der niedersächsischen Provinz.
Das dann Gesehene lässt mich zweifeln, ob der Mensch des 21. Jahrhunderts jemals fähig sein wird die alten konstruierten Unterschiede hinter sich zu lassen (via Spreeblick).
Ich selbst habe meine Erfahrungen mit der Willkür niedersächsischer Polizei gemacht, besonders wenn jene, in einer Situation überfordert, nicht mit Minderheiten umzugehen wissen.
Noch nicht lange ist es her, in der die Medien versuchten den Blick erneut auf die Religion zu richten, womöglich um populistisch und auflagengeil auf die Unterschiede zu pochen und mitunter auch Paranoia gegenüber “Muselmännern” zu sehen.
Verzweiflungstäter, wie es Terroristen und Partisanen im Beginn sind, wissen spätestens seit 9/11 um die Macht der Angst. Westliche Medien und Politiker wissen ebenfalls um jene Instrumentalisierung, wie einige religöse Führungspersönlichkeiten seit Jahrhundert.
Wichtig ist meiner Meinung nach das Verständnis des Mechanismus: Fremd ⇒ Angst ⇒ Hass und Gewalt.
Wie viele Jahrhunderte wird dieser Mechanismus weiterbestehen? Hatte nicht bereits Lessings Nathan – seiner Zeit vorraus – ein Verständnis über die Unsinnigkeit dieser ideologischer Konflikte.
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Am Keimen
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Neu und zartfühlend: die Regungen erster Momente einer sich ausdehnen Zuneigung.
Vor nicht ganz vier Wochen kurz nach dem Ende einer Schwärmerei lernte ich einen jungen Mann kennen. Zu zerbrechlich erscheinen mir noch immer die vergangen Tage, als dass ich ein wenig mehr Licht wagte.
Vielleicht, weil ich fürchte das Licht könne wie die Wirklichkeit, die in eine Illusion eindringt, eines Traumes Raum nehmen. Als ob das zwischen uns Entstehende irgendeine Substanz wäre, die bei nicht sachkundiger Handhabung zu entweichen drohe.
Zu gegebener Zeit: mehr. Die Erfahrung vergangener Monate hat mich Warten gelehrt.
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Kollektiv
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So der Name der Schülerzeitung des Kollegs und Abendgymnasiums, für die ich derzeit einen Artikel über Bildende Künste schreibe.
Das mehr oder weniger spannende Thema “Bildung” wurde gemeinsam erarbeitet; dabei fiel auch der von mir aufgegriffene Begriff.
Ich verwende derzeit das Eclipse-Plugin Texclipse um kleiner Artikel und Kurzgeschichten zu verfassen.
Die für das kommene Jahr anstehende Facharbeit möchte ich auch ich ebenfalls mit Hilfe von Latex erstellen.
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Das Ende von Etwas
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Als der Wind sich zu drehen begann, um ich mich auf eine neue Route begab, begann ich vermeintliche sichere Häfen zu verlassen.
Dieser Prozess, der mir vor ungefähr einem Jahr in einem inneren Prozess gewahr zu werden schien, hätte in seiner Entfaltung einiges an Mut gefordert.
Mut zu erreichen, was ich nicht kann: Bedürfnisse zu äußern und umzusetzen, ohne Furcht vor den Reaktionen anderer, zu denen sich jene im Widerspruch zu ihren Wünschen, Erwartungen, Hoffnungen oder deren nach außen stark erscheinenden Willen verhalten.
Kurzum: Noch immer fällt es mir schwer mich abzugrenzen.
Zu sehr bin ich in den Empfindungen anderer verstrickt, bin aufmerksamer Wächter ihrer Bedürfnisse gewesen. Und zu weilen begann ich ihn ihnen sogar zu wandern.
Wie wenn der Herbst in die Ablöse der Zeit des Sommers tritt, mag die Zeit in der ich mich vornehmlich als “Fürsorger” verstand weichen.
Ich verlasse meinen urban tribe. Die Wohngemeinschaft mit Christian löst sich Ende des Jahres auf. Das nicht ausgesprochene Schwebende sprach er vor einigen Tagen aus, kam mir gewissermaßen entgegen.
Mit dem Ende dieser schwulen Gemeinschaft nehme ich eine weitere Veränderung deutlicher wahr: Der Notwendigkeit des Schutzraumes, welcher für mich in Szene-Parties, Gay-Romeo und dem Besuch oder die Teilnahme an anderen “queer” Aktivitäten bestand. Freilich spreche ich niemanden dieses Notwendigkeit ab. Doch hat er für mich an Wichtigkeit verloren.
Mein neu enstehender Stamm setzt sich aus unterschiedlichen Menschen zusammen. Individuen, für die sexuelle Identität oder Orientierung nicht maßgebliches Kriterium sind.
In dem Bewusstsein, dass meine Emanzipation – meine Entfaltung – für niemanden in meinem Umfeld leicht zu verstehen noch zu jeder Zeit einfühlbar ist, fällt es mir schwer sowohl Dank als Wertschätzung in angemessene Worte zu kleiden oder gar diesem ständig Ausdruck zu verleihen.
Schließlich ahne ich bereits die nächste große Étape auf dem Weg in die Selbstmeisterung.
Meinen Mitbewohner wünsche ich ein schöne neue Bleibe. Ich selbst bin nun auf der Suche nach einer neuen geeigneten Wohngemeinschaft.
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Beben
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Emanzipation als ein Bestreben, welches durch kleine seismischen Schockwellen erschüttert.
In mir ruht chaotische Natur.
Gravitation und Reibung.
Distanz und Nähe.Loki und Heimdall,
Liegen im Streit.Wie Entropie und Selbstordnung.
Durchtrennen der Nabelschnur und Zusammenfügung der Scherbenhaufen, Heilern gleich.
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Flame Of Anor
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Klassenkameradin Bianca und ich erneuerten unsere Englischkenntnisse, indem wir uns den den ersten Teil der Trilogie The Lord of the Rings (The Fellowship of the Ring ) ansahen.
Zuvor säumten lange Gespräche den Nachmittag. Die Schule und wir.
Truely Truly, a night to remember.
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Taming The Beast
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Meine gestrige Reise zur Ausstelle Nord des hiesigen Zollamtes sollte mich endlich zu einem stolzen Besitzer des lange erstandenen Taschenrechner für das Fach Mathematik machen.
Nach dem nicht anders als zu erwartenden zähen Prozedere spielte ich bereits in der Straßenbahn mit meinen neu erworbenen TI84 Plus.
Ich hatte ihn bei dem EBay-Händler USEDCALUCLATORS.COM für ursprüngliche 65,50 € bestellt.
Verschwiegen wurde mir allerdings, dass ich noch weitere 15 € Steuern am deutschen Zoll zu entrichten hatte. Mit allen anfallenden Kosten war ich demnach ebenfalls bei der Summe von 90 € angekommen, die meine Klassenkameraden für die Teilnahme an einer Sammelbestellung zu entrichten hatten.
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Für die Ferien habe ich mir für jeden Tag einen Lernplan aufgestellt um fehlende oder verschüttete Kenntnisse im Fach Mathematik zu erwerben. Dabei konzentriere ich mich vornehmlich auf den Themenschwerpunkt der Algebra.
Mit der Ideenwelt Geometrie habe ich mich leider noch nie sehr gut vertragen, so dass ich mit dieser arkane Wissenschaft womöglich auch eines Tages ringen werde.
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Skål!
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Teil einer sich eifrig unterhaltenden Gruppe; den Gästen des Restaurants dürfte die Anwesenheit einer zwanzig köpfigen Gruppe nicht entgangen sein. Nordstadt: Klassentreffen im Cheers am vergangen Freitag.
Ich unterhielt mich mit Jule und Bianca. Mit letzter genoss ich die Beobachtung des heiteren Treibens, welches sich in der offenbar harmonisierenden Gruppe zu entwickeln begann.
Freilich gab es das eine oder andere Phänomen im Auftreten, eine Abweichung in die Exzentrizität zu beobachten. Wie trist und fad wäre doch das Leben ohne eben diese marginalen Kuriositäten.
Alkohol, der für einige Kameradinnen und Kameraden reichlich floss, mag in jenem Fall nur die Rolle des Katalysators für sich vereinnahmen, brachte er doch das augenscheinlich Diffuse, unter der Oberfläche Befindliche zu Tage.
Beinah andächtiges Erstaunen äußerte eine Kameradin mir gegenüber, als wie durch eine veränderte Einstellung an einem Kaleidoskop Mitschüler in einer anderen Perspektive erschienen.
Welch ein Kontrast zu einstigen Schülertagen, an denen ich per Dekret die Rolle des Außenseiter nicht loszuwerden vermochte.
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