Wandel
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Döhren. Sommer 2007. 30. August. Hannover-Kolleg.
Lange Zeit habe ich mit einer Entscheidung gerungen, überlegt. Die Gewahrwerdung, dass meine jetziger Beruf mehr und mehr mit dem sich in mir Entfaltendendem zu reiben begann; der wachsende Wunsch nach einer neuen Richtung, und Zugeständnisse an lange verdrängte “Leidenschaften”: All dies führte mich Stück für Stück zu einer Entscheidung.
Sehnsucht ist wie ein Rufen. Adrianefaden? Nein, denn bisher zieht sich wenig wie ein roter Faden durch mein Leben. Bis auf eines: Der Wunsch zu kommunizieren. Mitzuteilen. Nicht länger beschränkt auf die Verteilung von Bits und Bytes, sondern auf die Farbe, die Dynamik und den Rythmus des Lebens.
In gut einem Monat bin ich Schüler eines Gymansiums für Erwachsene. Das Abitur nachholen.
Als Kind sagte man mir: Lebe nicht deine Träume, das System toleriert sie nicht.
Mein Comming Out war der Bruch eines Paradigmas, aus dessen Ruinen und Trümmern ich begann zu Formen.
Könnte es einen besseren Nährboden für Träume geben als die Asche eines Gottes?
Was bedeutet noch ein Scheitern in dem Bewusstein, in der Erkenntnis des Gefühls alles Verloren zu haben?
Ich bin nicht Phönix. Ich beherrsche nicht das Feuer des Prometheus noch bin ich Aulë The Smith. Ich bin ein Mensch und habe Angst vor dem Unbekannten.
Aber ich habe Träume.
Und setze ein Bein vor das andere.
Laufen lernen.
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