Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für Juli 2007

Schmerz im Madonnengesicht

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Eine Phrase von Hesse. Bezeichned für das Gift meiner Vergangenheit. Als besorgter Ausdruck im Gesicht meiner Mutter.

Die traurige Mutter ist ein Bild, das mich noch heute verfolgt, manchmal. In dem Bewusstsein, dass es schwer sein muss Mutter zu sein – Muttersein zu fühlen – kann ich verzeihen. Irgendwann.

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Geschrieben von Tobias

31. Juli 2007 um 13:35

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Schonend

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In einer Freundschaft sei ich besonders schonend, meint der Kevin. Damit die Farben noch etwas länger halten und das Gewebe den Belastungten des Alltags standhält.

Die wertvollsten Stücke möchte doch jeder so lange Tragen wie möglich, oder nicht?

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Geschrieben von Tobias

30. Juli 2007 um 20:58

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Welt aus Papier

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Das aktuelle Album Kapitulation der Hamburger “Schuljungs” Tocotronic läuft nun seit einigen Tagen beinahe ununterbrochen. Tocotronic heißt auch immer Hinhören, weshalb ich die Scheibe nicht unbedigt während des Putzens (ja, selten der Fall, ich weiss) einlegen würde.

Die Kapitulation ist ein empfehlenswertes Stück Musik. Selbst wenn sie ein wenig gleichförmig klingt, ist es doch die Symbiose aus Wort und Klang, die es sehr hörenswert macht. Und schmunzelnd feststellen, wo sich die Hamburger ironisch bedient haben.

Bernd teilte mir samstags mit, dass die Band in Kürze in Hannover gastieren wird. Und ich muss kapitulieren. Nicht nur des aktuellen Albums wegen.

Anspieltips
  • Mein Ruin
  • Verschwör Dich Gegen Dich
  • Wehrlos
  • Wir sind viele
Weblinks

Interessantes Interview bei laut.de.

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Geschrieben von Tobias

30. Juli 2007 um 08:20

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Legasthenie

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Jetzt ist es amtlich. Darüber hinaus ist meine äußere Erscheinung stets eine Täuschung gewesen.

Daher werde ich zukünftig niemanden mehr an der Nase herumführen.

Dies ist ein aktuelles Passbild von mir:

Konstruktiver Kritik hingegen bin ich durchaus aufgeschlossen.

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Geschrieben von Tobias

28. Juli 2007 um 12:00

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Alptraum

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Kindheitskataklysmen sind bei mir mit apoklatypischen Visionen verbunden: Der Gott des alten Testaments soll in seinen Schlachten Menschen verwirrt haben, so dass ein jeder seinen eingenen Bruder hinschlachtete. Blutrausch, als uralte Schreckensvision der Menschen. Unsere Geschichte, eine der Grausamkeit.

15 Days Later: Mainland Britain is quarantined.
28 Days Later: Mainland Britain has been destroyed by the rage virus.
5 Weeks Later: The infected have died of starvation.
11 Weeks Later: An American-Led NATO force enters London.
18 Weeks Later: Mainland Britain is declared free of infection.
24 Weeks Later: Reconstruction begins.
28 Weeks Later:

Der Film 28 Weeks Later, den wir vergagenen Mittwoch in der Sneak sah, war einer der Horrorvisionen, die ich ursprünglich nicht sehen wollte. Den ersten Teil sah ich damals ohne das vorherige Bewusstsein, dass es sich um eine “Dokumenation roher Gewalt” handelte, beinahe traumatisiert.

Boyle-Filme – hier nur Produzent – sind gut inszeniert. Die klaustrophobische Leere – nicht Ruhe – entvölkerter Städte verknüft zu mit dem perfiden Lauern entfesstelter Angst. Wenn Wut zu Zorn, Zorn zu Amok wird scheint die menschliche Pysche an ihren Grenzen verzerrt zu werden. Das Rage-Virus im Film dient offenbar als Katalysator, richtet das in Menschen liegende Dunkel gegen sie.

Freilich ist es, wie in allen Filmen mit Entseelten – der Begriff Zombie-Spuk ist hier einfach nicht passend; Tote laufen hier nicht herum – fraglich, auf welcher Grundlage sie in ihrer Zerstörungswut zu unterscheiden wissen zwischen Gesunden und Infizierten. Allerdings lassen sich so wunderbare Verfolgungszenen realisieren. Nach Logik in Horrorfilmen zu Fragen wäre ohnehin zu viel verlangt.

Spätestens seit Alfred Hitchcock wissen wir, dass Protagoniten sich grundsätzlich in eine gefährliche Lage bringen – so auch in diesem Film: U-Bahn-Schächte, zur Schlachtung zusammengeferchte Menschenmassen, unbewachte Quarantäne, ganz, ganz nah am Küchenfenster.

Blutiger sind “Wochen” gegenüber den “Tagen” allemal, der erste Teil führte mich näher an die Überlebeneden heran, mit denen man bis zum Schluss mithoffte. Die Famlientragödie in den “Wochen” hingegen berührte mich weniger, vielleicht weil die durchaus guten Schauspieler viel zu hektisch herumrennen und die Militärpräsenz mehr Raum einnnimt als bei den “Tagen”.

Vielleicht misste ich auch nur die Selbst-Parodie am Ende des ersten Filmes, die damals niemand mehr ernst nehmen konnte und in denen das Kinopublikum damals zu lachen begann…

Die Splatterszene mit dem Hubschrauber war schon fast Braindead; einer guten Freundin aus Berlin könnte das sehr gefallen.

Die wunderschönen Augen von Imogen Poots bildeten einen schönen Kontrast zu den blutunterlaufenen Augen der Infizierten.

Ich war während des gesammten Filmes unter Hochspannung, konnte mir die brutale Hinrichtung von Alice Harris durch ihren infizierten Mann Don nicht mitansehen.


Als sich der Familenvater am Ende mit fletschenden Zähnen auf seinen eigenen Sohn stürzt und von seiner Tochter erschossen wird, fühlte mich sehr stark an Rotkäppchen erinnert. Wolf frisst Rotkäppchen, Jäger tötet Wolf, Rotkäppchen lebt.

28 Weeks Later ist ein Fim voller Gewalt und Horror, die sich in einer apokalyptischen Kulisse abspielt – nichts für schwache Nerven. Die beiden Filme eigenen sich schlecht als Mahnmal vor der Dunkelheit unserer eigenen Natur, vor dem was Biowaffen anrichten könnten und erst recht gar nicht als Protestfilm gegenüber den wirklichen Gräueltaten wie Genoziden, Vergewaltigungen, Missbrauch, häusslicher Gewalt, Krieg und Folter.

Vielmehr ist die rohe Gewalt ist zu offensichtlich dargestellt, der Horror ist zu offensichtlich und erfüllt eher das grausige Bedürfnis der Menschen, die in den modernen Arenen nicht “Spiele” sondern Blut sehen wollen.

In der englischen Wikipedia werden bereits Gerüchte zu dem Nachfolgeprojekt 28 Month Later diskutiert, welches in Frankreich – vornehmlich Paris spielen soll.

Der Cliffhanger am Ende dieses Film lässt dies ohnhin vermuten. Bei den “Monaten” soll offenbar wieder Boyle selbst in den Regiestuhl steigen. Daher ist für den dritten Film vielleicht wieder mehr emotinoale Nähe zu den Protagonisten zu erhoffen. Außerhalb einer Sneak werde ich diesen Streifen allerdings bestimmt nicht ansehen.

Bundesstart: 30. August 2007

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Geschrieben von Tobias

27. Juli 2007 um 09:16

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Future Love

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Wenn die Zukunft nicht befreit wird
um der gegenwärtige Moment zu sein,
der sie ist,
wird unserer gegenwärtiger Moment
immer in der Vergangenheit gelebt werden.

Quelle:
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Geschrieben von Tobias

25. Juli 2007 um 16:33

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Zetrifuge

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Gestern hörte ich einen Satz, den ich mir, manchmal märtyerhaft in einer Opferrolle verhaftet, gut einzuprägen versuche:

I am the little piece of shit
the world turns around.

Polemisch gesprochen könnte ich sagen: Das ist ein Kernbegriff des Christentums. Mt 16,24

Vielleicht kann Humor helfen, die Verstrikung in die Schuldkultur zu lockern.

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Geschrieben von Tobias

25. Juli 2007 um 16:04

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Wandel

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Döhren. Sommer 2007. 30. August. Hannover-Kolleg.

Lange Zeit habe ich mit einer Entscheidung gerungen, überlegt. Die Gewahrwerdung, dass meine jetziger Beruf mehr und mehr mit dem sich in mir Entfaltendendem zu reiben begann; der wachsende Wunsch nach einer neuen Richtung, und Zugeständnisse an lange verdrängte “Leidenschaften”: All dies führte mich Stück für Stück zu einer Entscheidung.

Sehnsucht ist wie ein Rufen. Adrianefaden? Nein, denn bisher zieht sich wenig wie ein roter Faden durch mein Leben. Bis auf eines: Der Wunsch zu kommunizieren. Mitzuteilen. Nicht länger beschränkt auf die Verteilung von Bits und Bytes, sondern auf die Farbe, die Dynamik und den Rythmus des Lebens.

In gut einem Monat bin ich Schüler eines Gymansiums für Erwachsene. Das Abitur nachholen.

Als Kind sagte man mir: Lebe nicht deine Träume, das System toleriert sie nicht.

Mein Comming Out war der Bruch eines Paradigmas, aus dessen Ruinen und Trümmern ich begann zu Formen.

Könnte es einen besseren Nährboden für Träume geben als die Asche eines Gottes?

Was bedeutet noch ein Scheitern in dem Bewusstein, in der Erkenntnis des Gefühls alles Verloren zu haben?

Ich bin nicht Phönix. Ich beherrsche nicht das Feuer des Prometheus noch bin ich Aulë The Smith. Ich bin ein Mensch und habe Angst vor dem Unbekannten.

Aber ich habe Träume.

Und setze ein Bein vor das andere.

Laufen lernen.

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Geschrieben von Tobias

25. Juli 2007 um 07:50

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Seidenfaden

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Ulm; Sommerfest des Arbeitgebers.

Er saß unter uns. Ein Krieger, von der Krankheit gezeichnet. Bewundernswert: sein Mut, seine Kraft.

Warum fällt es so schwer mit jemanden zu sprechen, der gegen Krebs kämpft? Sogar schwer darüber zu schreiben?

Ich weiss nicht.

Ist es Mitgefühl, so groß?

Ist es Scham, so groß?

Ist es Schuld, so groß?

Ist die Furcht vor einem möglichen Spiegelbild der eigenen Vergänglichkeit zu groß?

Ich weiss nicht.

Und blieb wie gelähmt.

Konnte ihm nicht sagen, dass ich seine Stärke sehr schätze.

Und schwieg.

Wieso?

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Geschrieben von Tobias

24. Juli 2007 um 13:21

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Sich verbunden fühlen

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Heimisches DSL funktioniert wieder. Endlich!

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Geschrieben von Tobias

24. Juli 2007 um 11:24

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