Redseeligkeit
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Einen Freund suche, er. Seine Worten klingen zu mir als stammen sie aus einer anderen Welt. Ein oder zwei Stunden tauschen wir uns nun aus. Die geöffnete Weinflasche stand auf dem Tisch: iebliche Wein mit leichter Korknote. Einen Freund…
Mein innerer Ratgeber, mein intuitiver Instint lesen seine Körperhaltung, Mimik. Einen Moment vor der Wahrnehmung aller Gedankenströme spüre ich, dass er nicht von mir spricht, dass er mich auf Distanz hält. Die von Wein gelockerte Zunge kann nicht umhin, ihm all meine gewonnen Erkenntnisse mitzuteilen, die der schnlanke junge Mann abnickte und bei verlegen über seinen ästethisch definierten Oberkörper streichelte. Und ich bin ohne Wirkung auf diesen Körper. Allein mein angetrunkener Intellekt scheint präsent. In seinem warm gestrichten Zimmer, auf die Dächer Hannovers blickend.
Der Wein als verräterischer Verbündeter macht mich vergessen. Das Vergessen eines überschatten Abends. Irgendwann torklete ich nach Hause seine Bitte zu gehen in meinen Gedanken.
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