Mythopoeia 2.0

The Making Of Myth

Archiv für August 2006

Zartgefühl

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Zeilen einfühlsamer Worte als würden sie mit bescheidener, gesenkter Stimme dennoch kraftvoll vorgetragen: So begegnete mir Jane Austens Buch Überredung, verbunden mit der Gewissheit, dass vor gut zweihundert Jahren, die Welt eine völlig andere war: englischer Adel und der Aufstieg der Seemacht. Die Probleme unserer Zeit sind gegen die fast idyllische Schilderung des Landadels, der sich mehr und mehr mit reichen Kaufleuten und Soldaten verheiratet derart verschieden, dass ich mir beim Lesen oft die Frage stellte: War das nicht alles zu viel in den letzten zweihundert Jahren?

Obwohl durch die Liberalisierung, die Öffnung zu einer pluralistischen Gesellschaft vielfältige soziale Mischstrukturen entstanden sind, scheinen sich die Muster, welche zwischenmenschliche Beziehungen ausmachen langsamer bis gar nicht zu verändern. In vieler Hinsicht erschien mir Austens Einstellung als ihrer Zeit vorraus: Intelligent stellt sie das armselige Festhalten an Standesmäßigkeit geschickt als eine Farse heraus, zeigt wie leicht sich Menschen von Ansehen und Titel täuschen lassen. Nicht anders in unserer Zeit.

Sie streut ihre eigenen Lebensweisheiten ein, die nicht an Aktualität verloren zu haben scheinen:

Man hatte ihr in ihrer Jugend Lebensklugheit aufgezwungen, was romatische Liebe bedeutet, begriff sie erst, als sie älter wurde – die natürliche Entwicklung eines unnatürlichen Anfangs.

Ein roter Faden in Persuation.

Die Protagonistin wird Anne, die als empfindsame, einfühlsame, sehr klunge Lady geschildert. Eine Frau die versucht der feindlichen Verwandtschaft mit Geduld und Langmut zu begegegnen. Wird Opfer der Ratschläge ihrer mütterlichen Freundin, welche am Ende des Buches erkennen muss, dass sie sich in dem Menschen Kaptain Wenthworth getäuscht hat, dass Reife und ein guter Charakter nicht immer durch Äüßeres sichtbar sind. Anne und Frederick erkeennen, dass man auf die wahre Liebe manchmal sehr lange Warten muss und das nicht alles verloren geglaubte wirklich für immer verloren bleibt.

Sie stellt die Gegensätze Oberflächlichkeit – Miss Elliot – der Tiefgründigkeit – Anne – gegenüber:

“Es gibt wohl kaum einen äußeren Defekt”, erwiderte Anne, “mit dem ein liebenswürdiges Wesen einen nicht nach und nach versöhnt”. “Da bin ich ganz anderer Meinung, antwortete Elisabeth kurz angebunden, “ein liebenswürdiges Wesen kann ein hübsches Gesicht unterstreichen, aber ein hässliches niemals verändern. [...]”

Austen ist nicht Pilcher, obwohl sie über Liebe und Romantik in einer gehobenen, pathetischen Sprache spricht und dabei auch Überschwänglichkeiten nicht ausspart (Sie hat eine Gehirnerschütterung, sie wird sterben. Oh my goodness!). Vielleicht mag dies der Zugänglichkeit ihrer Werke abträglich sein und doch geht von Überredung eine Tiefe aus, wie ich sie selten gekannt habe.

…wo die Macht des Gesprächs die gegenwärtige Stunde zu einem glücklichem Ende bringen und dem gegenwärtigem Andenkem überliefern würde, das die schönste Erinnerung ihres künftigen Lebens gewähren konnten.

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Geschrieben von Tobias

31. August 2006 um 10:19

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Lehrend

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Eine Sehnsucht: Ausbrechen, Ausscheren.

Gespräche: Ich schilderte Kevin im Zeitvergessenen meine tiefen Empfindungen in dem immer zwischen glamorösem Kitsch und Schäbigkeit schwankendem Caldo. Ein Glas Bier trinkdend vertiefen wir im kalten, abgestanden Tabakdunst die Bande unserer außergewöhnlichen Freundschaft.

Einen Spiegel vorhandelnd gibt er mir zu verstehen wie sehr sich meine Stimmung aus meine Ausstrahlung auswirkt. Hilft mir noch einmal nachdrücklich über bereits erkannte Lektionen nachzudenken, über deren Verwirklichung sprechend.

Mehr Zeit zur Veränderung. Mehr Zeit für mich selbst. Leer werden, fallen: Erneuerung.

Dankbar für solch einen Freund.

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Geschrieben von Tobias

30. August 2006 um 13:04

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All-you-can-love

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Nachtkühle umhülte mich. Ein Mantel kalter Sterne und das Gefühl etwas gefunden zu haben.

Zweiter Akt. Erste Szene.

Im Pindopp sitzend, nachdem wir zehn Minuten auf einen Platz warten mussten. Ein belebtes Gespräch kam in Gange – symphatische Blicke, Lächeln austauschend. Ich war eifrig dabei viele Aspekte des Lebens in Kontext zu setzen, philosophierend. Er beschränkte sich auf Alltagsanekdoten.

Doch nach einer Weile brach das Eis. Er erzählt von seiner Familie. Ich öffne mich. Wie wie eine dynamische Welle zog der Abend an uns vorbei: Ein Zug an seiner Zigarillo.

In Reflektion seiner verloren Liebe: Seine Erzählungen zeichen das Bild eines jungen Mannes, welcher blind jeder entgegengebrachten Empfindungen sehr geliebt wurde wird. Ein Muster welches mir so sehr vertraut scheint: Ärmlichkeit geboren in der Rastlosigkeit des Zeitgeistes alles haben zu wollen und nichts verpassen zu können, gepaart mit minderwertiger Empathie und Selbstreflektion. Ein emotionaler Elefant im Porzellanladen der Herzen. Rückratlose, egoitische Ignoranz – besser jemanden fallen lassen als vermeintlich das Gesicht vor anderen zu verlieren. Andeutungen innerer Schwäche; Liebe hingegen erfordert Stärke.

Auf der anderen Seite: Sehnsucht nach Liebe gebrochen im Prisma der Projektionen junger Erwachsener. Echte Liebe will erlernt werden. Wir, Zauberlehrlinge wider Willen.

Austausch tiefer Gedanken unter denen tiefe Empfindungen Licht suchend an die Oberfläche gelangen auf Weg zu seiner Wohnung. Leise und respektvoll. Er und sein gerichteter Geist bleiben ganz brügerlicher Gentleman. Und mir war als zeichnete für einen Augenblick der Sternenhimmel – die Aussicht von seinem winzigem Balkon – das Wort “Freundschaft” in die Weite einer klaren Nacht.

Bevor wir uns spät verabschieden lieh er mir eine zerlesene, vergilbte Ausgabe von Lessings Nathan der Weise.

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Geschrieben von Tobias

30. August 2006 um 09:08

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8 Mile

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Pluto ist offiziell kein Planet mehr.

In stiller Trauer.

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Geschrieben von Tobias

28. August 2006 um 13:53

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Spiegelbild

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Freitags bekam ich folgende Passage, in der Nietzsche seine Gefühle schilderte zugeschickt:

Zerbröckelt und auseinandergefallen, im ganzen in ein Äußeres und ein Inneres halb mechanisch zerlegt, mit Begriffen wie mit Drachenzähnen übersät, Begriffsdrachen erzeugend, dazu an der Krankheit der Worte leidend und ohne Vertrauen zur eigenen Empfindung, die noch nicht mit Worten abgestempelt ist: als eine solche unlebendige und doch unheimlich regsame Begriffs- und Worte-Fabrik habe ich vielleicht noch das Recht, von mir zu sagen cogiti, ergo sum, nicht aber vivo, ergo cogito. Das leere ‘Sein’, nicht das volle und grüne ‘Leben’ ist mir gegeben.

Blick in ein Spiegelbild, seelenverwandt.

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Geschrieben von Tobias

28. August 2006 um 09:07

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About Synchronization

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Gestern gefühlt: ein Davongleiten in eine sich eigenartig anfühlende Zeitphase. Ein Eintauchen, welches sich als eine halbherzige Entkopplung erweist…

In der Stadtbahn saß ich Muse oder Radiohead hörend in einem Buch lesend. In Sätze verloren, in einer anderen Zeit. Neben mir: ein BILD-Leser und ein junger Mann mit seiem Handy beschäftigt und Kopfhörern in den Ohren.

Die Bahn hielt sanftmütig, nahezu lautlos.

Eine Mutter legte ihrer Tochter an der Haltestelle die Hand auf die fiebrige Stirn, gegenüber. Das Kind dreht sich, ihr den Rücken zugewandt. Und erbricht sich. Kotzen, denke ich. Assoziere widerlichen Geschmack.

Die Bahn fährt abrupt an, als wolle sie mir weiteren Ekel ersparen, ich halte mich an den Buchstaben des Buches fest, getragen von melancholischem Gesang.

Merkwürdige Phase: Flirtete der Trainer im Fitnessstudio wirklich mit mir? Es hätte ihn besonders gefreut mich einzuweisen. Und warum sucht ein Kerl, inbegriff schüchtener Schönheit, ein Gespräch mit mir? Wir müssen es schaffen uns ‘Hallo’ zu sagen, meinte er.

Alles verändert…

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Geschrieben von Tobias

25. August 2006 um 13:42

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Schlafwandel (Lady Amalthea)

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Prozellan. Tönerndes Gefäss, zerütteten Herzens. Pathospredigend.

Fühle mich zerissen. Schon ein kleiner Hauch fördert Risse zu Tage.
Ein Uhrwerk, dessen Feder nicht aufgezogen wurde. Wartend.

Auf das Ende, wartend. Tick-Tack – das Nachlassen des Schwungs ist das Ende der Zeit.

Er, Kuss unter Sternen, kommt spontan zu Besuch. Wieso fällt es mir schwer in freudige Erwartung dieser Geste zu verfallen? Ver-Fallen. Sich zu hinunterzustürzen, sich hinabzuwagen ist schwer.

Drohender Stillstand ist es der mich nicht schlafen lässt, Briefe schreibend.

Wissen was ich will. Ja! Das “Wie” bleibt vermisst. “Wie” finden. Und Zeit zu mir zu finden, bin ausgebrannt. “Wie” – ohne innezuhalten?

Wird die Uhr stehen bleiben? Für immer verstummen? Oder ist es an der Zeit zu schlagen, zwölf mal.

Die Uhr! Haggard, die Uhr!

Einhörner. Ich will Einhörner sehen..

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Geschrieben von Tobias

25. August 2006 um 12:55

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Schlafwandel (Lady Amalthea)

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Prozellan. Tönerndes Gefäss, zerütteten Herzens. Pathospredigend.

Fühle mich zerissen. Schon ein kleiner Hauch fördert Risse zu Tage.
Ein Uhrwerk, dessen Feder nicht aufgezogen wurde. Wartend.

Auf das Ende, wartend. Tick-Tack – das Nachlassen des Schwungs ist das Ende der Zeit.

Er, Kuss unter Sternen, kommt spontan zu Besuch. Wieso fällt es mir schwer in freudige Erwartung dieser Geste zu verfallen? Ver-Fallen. Sich zu hinunterzustürzen, sich hinabzuwagen ist schwer.

Drohender Stillstand ist es der mich nicht schlafen lässt, Briefe schreibend.

Wissen was ich will. Ja! Das “Wie” bleibt vermisst. “Wie” finden. Und Zeit zu mir zu finden, bin ausgebrannt. “Wie” – ohne innezuhalten?

Wird die Uhr stehen bleiben? Für immer verstummen? Oder ist es an der Zeit zu schlagen, zwölf mal.

Die Uhr! Haggard, die Uhr!

Einhörner. Ich will Einhörner sehen..

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Geschrieben von Tobias

25. August 2006 um 12:55

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Schlafwandel (Lady Amalthea)

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Prozellan. Tönerndes Gefäss, zerütteten Herzens. Pathospredigend.

Fühle mich zerissen. Schon ein kleiner Hauch fördert Risse zu Tage.
Ein Uhrwerk, dessen Feder nicht aufgezogen wurde. Wartend.

Auf das Ende, wartend. Tick-Tack – das Nachlassen des Schwungs ist das Ende der Zeit.

Er, Kuss unter Sternen, kommt spontan zu Besuch. Wieso fällt es mir schwer in freudige Erwartung dieser Geste zu verfallen? Ver-Fallen. Sich zu hinunterzustürzen, sich hinabzuwagen ist schwer.

Drohender Stillstand ist es der mich nicht schlafen lässt, Briefe schreibend.

Wissen was ich will. Ja! Das “Wie” bleibt vermisst. “Wie” finden. Und Zeit zu mir zu finden, bin ausgebrannt. “Wie” – ohne innezuhalten?

Wird die Uhr stehen bleiben? Für immer verstummen? Oder ist es an der Zeit zu schlagen, zwölf mal.

Die Uhr! Haggard, die Uhr!

Einhörner. Ich will Einhörner sehen..

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Geschrieben von Tobias

25. August 2006 um 12:55

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Is anyone listening?

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Früher als Gedacht erschien Madonna – die Dancing Queen. Sie bot eine Multimedia-Show, die ihrer Rolle als Pop-Queen gerecht wurde. Mir wurde klar, wie diese Frau eine Generation Musik und Kultur beeinflussen konnte. Auf ihre inviduelle Weise ließ sie nicht nur ihre Tranzgruppe akrobatisch-affenartig über die Bühne fegen: der erste Song hatte deutliche Anleihen an die sexuelle Domminierung eines entsprechenden Partners. Ein vernetzter, pluralitischer, pulsierender westlicher Kulturraum bot eine Menge Inspiration, die von ihr in gewohnter Weise halb künsterlisch, halb kitischig zu ihrer Version von Zeitgeist verwoben wurde: Madoanna am Buffet “Zeitgeist” verspricht einen Abend meisterhafter Unterhaltung – jenseits der Tiefe, selbverständlich ohne hohen Anspruch. Doch versuchte sie das Westliche mit dem Östlichen zu verheiraten und setzte deutliche Akzente. In ihrer Welt umarmen sich athletische Männer brüderlich – beihnahe homoerotisch – und trugen dabei die religösen Symbole zweier divergierenden, konkurriereden religöser Gruppen: Davidsstern und Halbmond. Der Famlienstreit im partriachalisch geprägten abendländischen Kulturkreise hat ein weites Gefälle erschaffen. Eine tickende Zeitbombe. Kaum verwunderlich, dass beim nächsten Song zellenartige Strukturen die gängisten religiöse Symbole formen und Madonna über Liebe sang.

Als skandalös und jede Menge Zündstoff für relgiöse Idealisten lieferend galt der Auftritt am Metalkreuz, der auf mich anders wirkte als jene aufschreienden ängstlichen an Worten klammerenden Sadduzäer der Masse glauben machen wollten: Nicht blasemphisch. Madonna provozierte mit dieser Performance auf ihre Weise um einen (berechtigten) Protest gegen die AIDS-Waisen in Afrika zu unterrstreichen. In einer anderen Multimediapräsentation sah man den aktuellen Papst sich von einer Menge feiern lassend über die Leihwand rauschten in einem Atemzug mit Hitler, George Bush, Bin Laden und all den anderen Machtbessenen dieser Zeit.

Ihre Tänzer vearbeiteten verschiedene Aspekte der modernen Kultur in kleinen Szenen – mit mehr Anspruch darf, wie bereits erwähnt, von Pop-Konzert kaum erwartet werden. Auch ihr Aufruf:

“Fuck George Bush!”

wurde vom Publikum lauthals wiederholt, doch mag hinter ihrer Kritik mehr verborgen sein als polemische Aufwiegelei. Tatsächlich ist eine derartige stark auftretende Frau, der Albtraum vieler hierarchiebewahrender Machtpolitiker. Madonna sieht sich als heilige Hure der Moderne und will gewiss auch so verstanden, verkauft und geglaubt werden. Ein Dorn im Auge all derer, die uns das Nachdenken abgewöhnen wollen, auch wenn man der Popkultur, ebenfalls einen Anteil an der Missere der allgemeinen bürgerlichen Weigerung zur Reflektion anlasten darf und sollte.

Is anyone listening? – Eine berechtige, tiefgehende Frage, auf gewohnt provokante Weise inszeniert.

Ihre Stimme: Weitaus besser als zugetragen – sie hielt die Stimme und traf den Ton bei den meisten Songs. Kevin, Stefan, Sascha und ich liesen uns auf ihre Musik und ihre Performance ein, genossen den Moment und folgten ihrer Aufforderung: die Welt – vielmehr das Stadion – wurde unsere Tanzfläche.

Madonna ist ein Phänomen unserer Zeit. Von der Bühne regende Luftballons feierten den Höhepunkt ihres letzten wild und popig dargebrachten Songs, der gleichzeitig auch der größte Chart-Erfolg des Albums “Confessions On A Dancefloor” war.

Are you confessed?

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Geschrieben von Tobias

23. August 2006 um 13:53

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