KeePass
Angesichts zunehmender Einbrüche in sozialen Netzwerken oder E-Mail-Konten setze ich nun den freien Passwort-Safe KeePass ein.
KeePass erfodert die Installation des aktuellen .NET-Framework oder Mono.
Vermutlich gäbe es bessere Möglichkeiten, die eigenen Geheimnisse zu sicher, doch die kleine aber feine Anwendung erleichterert es mir vergleichsweise starke Passwörter regelmäßig zu ändern.
Einzig der Verlust der Datenbank stellte ein Sicherheitsproblem dar und müsste die die Wiederherstellung der Passwörter, bei allen Netzdiensten erforderlich machen.
Backups sind daher unumgänglich.
Vorabitur
Die Klausuren unter Abiturbedingungen stehen nunmehr unmittelbar bevor.
Beginnend mit Englisch werde ich am morgigen den gesamten Vormittag lang — sechs Schulstunden im üblichen 45-Minuten-Takt — eine Klausur im Fach Englisch schreiben, welche auch mit einem Semesterübergriff aufwarten kann.
Vergleichbares gilt für den Mittwoch, an welchen ich eine gleichlange Klausur im Fach Deutsch schreibe.
Dahingegen ist die Klausur im Fach Biologie am kommenden Freitag mit vier Schulstunden vergleichsweise kurz.
Am darauf folgenden Mittwoch schreibe ich dann nocheinmal sech Stunden Politik.
If These Trees Could Talk
Die US-amerikanische Band If These Trees Could Talk, abgekürtzt ITTCT, stammt aus dem Bundestaat Ohio.
Die fünf Musiker schreiben ausschließlich instrumentalen Post-Rock, welcher einer gewissen Melancholie nicht entbehren kann, allerdings nicht auf dem schmalen Gerade des Schmerzes wandert, wie dies bei einigen anderen Bands des Genres der Fall ist.
Das Debüt If These Trees Could Talk wurde im Jahr 2006 veröffentlicht, welches beliebte Stücke wie Malabar Front und Signal Tree enthält. Malabar Front war in den Videospiel Infamous zu hören.
Das Label Mylene Sheath, bei welchen die Band usprünglich unter Vertrag stand, beschreibt sie wie folgt:
»We’d like to consider them the soundtrack to those beautiful, freezing winter days that only come after a full night of mixed rain and snow. Tree branches and power lines completely swallowed in ice.«
Außerdem kann über den Server des Labels noch immer Malabar Front heruntergeladen werden:
In diesem Jahr erschien die Studioaufnahme Above the Earth, above the Sky, welches wie der Vorgänger ohne einen Vertrag mit einem Label veröffentlicht wurde. Das aktuelle Album enthält zehn Stücke wie Above the Earth, Below the Sky und Rebuilding the Temple of Artemis enthält.
Dem Stück Thirty-Six Silos wurde mittlerweile ein Videoclip gewidmet.
Wellenreiter
Die erste Welle der Real-Time Web Anwendungen, um eine weitere leere Worthülse zu bemühen, tauchte unlängst von Horizont auf.
Als kürzlich Google die Bereitstellung ihres neuen Dienstes Google Wave gekannt gab, wurde offensichtlich, dass der immer größer werdende Informationsvermittler in dieser neuen Entwicklung offenbar durchaus Potential zu erkennen glaubt.
Während das Netz 2.0 seine Nutzer durch seine ständigen Expansion der Komplexität in einem Labyrinth von E-Mails, Tweets, Blogs, Feeds und Community-Nachrichten zurück lässt, buhlt nun jene offenbar als Konkurrenz zu Facebook entwickelte Plattform um die Gunst der Netznutzer, besticht dabei durch seine Vision einer chymischen Hochzeit verschiedener Dienste und findet, wenig verwunderlich, seine ersten Evangelisten.
In humorvollerweise zeigt der Artikel „Google Wave’s Best Use Cases“ (lifehacker.com), von denen ich insbesondere bei dem Ansatz Creative Pursuits: Collaborative Storytelling durchaus aufhorchte; offenbar bin ich nicht der einzige (via @literaturcafe), welchen derartige Ideen haben hellhörig werden lassen.
Seit gestern bin ich selbst Wellenreiter, freue mich auf neue Kontakte.
Einer Vision einer Chance geben, vielleicht.
…in quā semper flagitita meretricum lenonumque versantur?
Gleich einem Gewitter ist die lange erwartete Latein-Klausur gestern vorüber gezogen.
Dank einer intensiven Vorbereitung, beginnend in den Herbstferien, war ich in der Lage den Auszug aus den Reden gegen Verres übersetzen, kann allerdings keinerlei Einschätzung die Qualität dieser Übersetzung betreffend vornehmen.
Neben einer disziplinierten Lernplanung war mir die Wiederholung einzelner grammatischer Aspekte Dank eines kleinen, aber wertvollen Buches möglich, welches neben einigen nützlichen Tips, vor allem einen gut strukturierten Überblick jener komplexen Satzkonstruktionen erlaubte.
Dies kann von dem in der Schule üblichen Cursus Brevis Reihe leider in keinster Weise behautpet werden, obwohl sich deren Verfasser offensichtlich sehr bemüht waren.
Alles in allem wird Latein seine ihm eigene Lernintensität weiterhin einfordern.
Die Hoffnung meine durchaus ausgeprägten Unsicherheit im Umgang mit dieser Sprache durch ein tiefes Verständnis zu überwinden, hege ich weiterhin in kontinuierlicher Disziplin.
Auf diese Weise kann ich mich Anfang Mai vielleicht sogar ein wenig gelassener mündlich prüfen lassen.
Jubiläum des Mauerfalls
Wer gestern im öffentlich-rechtlichem Fernsehen die Feierlichkeiten den vor zwanzig Jahren statt findenden Mauerfall betreffend mit verfolgte, der traute seinen Augen kaum. Zwischen teils bewegenden Worten von Zeitzeugen und Politikern, traten seltsame Bands auf, welche der (vielleicht ist es dem Moderator geschuldet) Feier zuweilen einen merkwürdigen Beigeschmack einer gewissen Unterhaltungssendung gaben.
Während Markus und R|ob auf ihre Weise an den Mauerfall gedachten, erinnerte ich mich gestern an die Zeit danach. Ich war noch nicht zehn Jahre alt, als ich die feiernden Massen in der Tagesschau betrachtete und nicht erahnen konnte, was wirklich gesehen war. Dann: diese im meiner allgäuerischen Provinzstadt vorherrschende Skepsis als die ersten ehemaligen DDR-Bürger in die Stadt zogen. Kritisch beäugt fügte sich ein Schüler aus Magdeburg in unsere Klassengemeinschaft ein.
Heute, nachdem ich der allgäuerischen Provinz und dieser teils xenophobischen Enge entkommen bin, freue ich mich sehr darüber, dass ich nicht wenige aus Leipzig, Dresden, Madgeburg und den umliegenden Landen kennen lernen durfte.
Heute lebe ich an der Seite eines ehemaligen Jungpioniers.
The American Dollar
The American Dollar: kaum treffender könnte die gegenwärtige Phase der Weltwirtschafts- und Finanzkrise eine Band mit einem gleichsam nostalgisch wie jene Phase bezeichnen.
Die beiden in New York City ansässigen Künstler John Emanuele and Rich Cupolo haben vor mehr als einem Jahr ihr drittes Album, A Memory Stream, veröffentlicht. Ein gutes Jahr zuvor, 2007, war das beeindruckende Album The Technicolor Sleep erhältlich gewesen, welches dem Debütalbum The American Dollar (2006) folgte.
Inwiefern unterscheiden sich The American Dollar von anderen Postrock Bands? Libby Wait von cdreviews.com befindet, sie schrieben Postrock für Menschen, die keinen Postrock mögen (»Cinematic post-rock for people who don’t actually like post-rock«).
Peter Brennan lobt in seiner Rezension (The Silent Ballet) des Albums A Memory Stream die Kombianation der Einflüsse aus dem Genre Elektro und Postrock, wie dies in den beiden Songs Transcendence und Lights Dim besonders gelungen sei:
»Both are works of rare talent and ingenuity, taking elements from electronica and post-rock and making the pairing of the two seem somehow new and vita.«
Onesize Studio hat für Anything You Synthesize, welches sich ebenfalls auf A Memory Stream zu finden ist, einen Kurzfilm veröffentlicht, der in hoher Qualität auf deren Seite angesehen und heruntergeladen werden kann.
The American Dollar – Anything You Synthesize (Produced By Onesize) on YouTube
Im Gegensatz zu vielen anderen Bands, welche den Mainstream bedienen und vielleicht einem größeren Publikum zugeneigt sind, konzentrieren sich The American Dollar eher auf die Präsenz in Sozialer Netzwerke und entsprechender Dienste als um eine perfekt gestaltete offizielle Website. Die Band ist sowohl auf MySpace, last.fm als auch bei Facebook vertreten und twittert (@Amdollar) eifrig.
Allerdings finden sich nicht nur auf dem akuellen Album hörenswerte Stücke. The Technicolor Sleep ist durchaus ein ebenfalls empfehlenswertes Album.
Klausurenphase
Kommende Woche schlägt die nächste große Klausurenwelle auf.
Den Drei Klausuren, darunter Latein, folgt die berüchtigten Klausuren unter Abiturbedingungen, allgemein „Vorabitur“ genannt.
Lerneinheiten habe ich bereits in der vergangen Woche konkretisiert und in kleine tägliche Aufgaben aufgeteilt. Für etliche Fächer fehlen leider immer noch die Angabe, welches Semester aus der vergangen Jahrgangsstufe noch mit einbezogen werden soll.
Latein bereitet mir derzeit am meisten Sorge.
Das weiße Band
Das
Wilhelmische Deutschland kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Der Allgemeinmediziner (Rainer Bock) des norddeutschen Dorfs Eichwald erleidet einen schweren Unfall. Ein zwischen den Bäumen gespanntes Seil lies ihn straucheln. Das Seil ist kurz nach dem Unfall verschwunden; die Täter können nicht ermittelt werden.
Die Haushälterin und Hebamme (Susanne Lothar) kümmert sich bisweilen um die Kinder des Witwers, der für längere Zeit in einem städtischen Krankenhaus genesen muss.
Der diabolisch strenge Pastor (Burghardt Klausner) züchtigt der weilen seine beiden ältesten Kinder Klara (Maria-Victoria Dragus) und Martin (Leonard Proxauf) wegen marginaler Vergehen auf sehr drastische Weise. Ein weißes Band soll sie an Reinheit, Keuschheit in ihrem Handlungen erinnern. Das geistliche Oberhaupt der Gemeinde spart mit der Rute nicht, als müsste seiner Stellung wegen gerade seine Kindern die volle Strenge demagogischer Strenge und pervertierter moralischer Ideale erfahren.
Nach einiger Zeit wird Sigmund (Fion Mutert), Sohn des Barons (Ulrich Tukur) im alten Sägewerk brutal misshandelt entdeckt. Niemand in der Gemeinde gibt dem jähzornigen Gutsherren den Täter preis, obwohl vor dem Hintergrund einer Kulisse aus Angst und impliziertem Ehrgefühl ein Klima der Denunziation erzeugt wird.
Regisseur Haneke zeigt in seiner offenen Erzählung die Ereignisse des Dorfes Eichwald in mosaikhaften, episodischen Versatzstücken.
Stefan Höltgen weißt stellt in seinem Artikel „Ich bin das ästhetische Konzept – aber ich habe keines“ auf die Nähe Hanekes Werk David Lynch gegenüber, welcher im Gegensatz dazu »die Suggestion eines Genrefilms « verwendet, um dessen »Regeln qua Karikatur zu pervertieren«. und betont eine ähnliche, vielleicht sogar radikalere Anwendung dessen in Das weiße Band. Die Aussage oder Botschaft dieser filmischen Erzählung bleibe demnach im Verborgenen; eine explizite Auflösung des Rätsels um die Schuld und Täterschaft verweigert der Film ebenso wie dessen Regisseur entsprechende Kommentare unterlässt. Dies offenbare, so Höltgen, keineswegs postmoderne Züge.
Subtil taucht die Fatalität allgegenwärtiger Gewalt und allgegenwärtigem Missbrauch in bewegten Bildern auf; sie ereignet sich von einer strengen, religiösen Erziehung geprägt im Stillen, im Heimlichen. Jene Stille, welche im Film in einer ruhigen, langen Einstellung und einer ebensolchen zeitinstensiven Erzählung mag durchaus, den ein oder anderen Zuschauer ungeduldig werden lassen.
Das weiße Band war vor allem wegen der hinter religiöser Moral verborgener Gewalt, welcher Form auch immer, eine bewegende Darstellung menschlichen Miteinanders, das nicht nur eine Erklärung für die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts anbieten könnte, sondern auch ein Wiederkennen ermöglichte.
God Is an Astronaut

"Phoenix Affect Icy November" von Dave King. Album cover (2008)
»God is an astronaut, Oz lies over the rainbow, and Midian is where the monsters live.« Auf dieses Zitat aus dem Film Nightbreed soll der Name der irischen Post-Rock-Band God Is an Astronaut zurückgehen. Das die Band damit in die Nähe von Erich von Däniken rückt, ist vielleicht nicht so ungewöhnlich, wenn bedacht wird, dass dies dieser Tage wohl nicht mehr ungewöhnlich zu sein scheint:

Melancholischen Gitarren treffen auf »schillernden Electronica Elemente« (last.fm), die sich zuweilen tatsächlich episch anfühlen. God Is an Astronaut kreiert Klanggebäude, zeitlos in ihrer Form. Darüber hinaus legen die Iren auch wert auf die visuelle Darstellung ihrer Form. Womöglich einer der Gründe die Welt an ihren auch die optischen Sinne ansprechenden Auftritten über Flickr-Fotos teilhaben zu lassen.
Ihr erstes Album nahm die Band im Jahre 2002 auf, nannte es The End Of The Beginning. 2005 folgte All is Violent, All is Bright. 2007 wurde Far From Refuge veröffentlich. Und nur ein Jahr später folgte God Is an Astronaut.
Zahlreiche ihrer Songs bergen ein starke, sanfte Emotionalität in sich.
Derzeit dient mir der Name dieser Band dient des häufigeren als Grundlage für meine last.fm Radiostationen.














